Highlights
- IVF, ICSI und IUI als Kernleistungen der assistierten Reproduktion
- PGT-A (Präimplantationsdiagnostik auf Chromosomenanomalien)
- Social Freezing: Eizellkryokonservierung ohne medizinische Indikation
- Andrologische Diagnostik für Männer mit eigenem Abklärungspfad
- Einbindung in das Universitätsspital Zürich für interdisziplinäre Fälle
Über diese Klinik
Am Universitätsspital Zürich ist das Kinderwunschzentrum in die Frauenklinik eingebettet, was bedeutet, dass komplexe Fälle direkt mit anderen Fachbereichen des USZ koordiniert werden können. Das betrifft etwa Patientinnen mit Endometriose, bei denen gynäkologische Abklärung und Fertilitätsbehandlung ineinandergreifen. Das Leistungsspektrum umfasst die klassischen Verfahren der assistierten Reproduktion: intrauterine Insemination (IUI), In-vitro-Fertilisation (IVF) sowie die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Ergänzt wird das Angebot durch präimplantationsdiagnostische Testung auf Aneuploidien (PGT-A) sowie Social Freezing, also die Kryokonservierung von Eizellen ohne medizinische Indikation. Für Männer steht eine andrologische Diagnostik zur Verfügung, die Spermiogramm und weiterführende Untersuchungen einschließt. Die Abklärungsstruktur ist klar zweigeteilt: Für Frauen umfasst sie hormonelle Bluttests, Ultraschalluntersuchungen und bei Bedarf eine weiterführende Diagnostik der Gebärmutter und Eileiter. Für Männer steht eine eigenständige andrologische Sprechstunde bereit. Psychologische Beratung wird als fester Bestandteil des Angebots aufgeführt, nicht als optionales Zusatzangebot. Wichtig für die Kostenfrage: In der Schweiz übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung bestimmte Abklärungen, nicht jedoch IVF oder ICSI. Das Zentrum informiert transparent über die anfallenden Eigenkosten. Wer eine Behandlung plant, sollte die Kostenseite vorab sorgfältig prüfen. Das Zentrum ist auf der Website unter usz.ch/kinderwunsch erreichbar und bietet Online-Terminvereinbarung an.
Leistungen
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Bewertungen aus Google
Was Patienten berichten: Patienten loben die Professionalität und Freundlichkeit des Teams. Allerdings kritisieren andere eine gehetzte Betreuung, mangelnde Kommunikation, unzureichende Ursachenforschung vor IVF-Angeboten und schlechte Reaktivität bei Beschwerden. Die Erfahrungen fallen sehr unterschiedlich aus.
Ich finde, die Bezeichnung „Inseminationsfabrik“ wäre für dieses Zentrum treffender. Wenn man das Angebot einer künstlichen Befruchtung nicht sofort annimmt, wird man behandelt, als wäre man gar kein Patient. Abgesehen von der künstlichen Befruchtung gab es keinerlei Bemühungen, uns bei der Verbesserung unserer Fruchtbarkeit zu helfen. Die Untersuchung der Ursachen unserer Unfruchtbarkeit war überhastet und fahrlässig. Nachdem ich wiederholt Bedenken geäußert hatte, dass meine Fruchtbarkeitsprobleme ignoriert oder falsch diagnostiziert wurden, suchten mein Partner und ich uns anderweitig Unterstützung und konnten auf natürlichem Wege schwanger werden.
Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung kann ich diese Klinik absolut nicht empfehlen. Termine und Behandlungen wirkten gehetzt, die Erklärungen waren spärlich und die Kommunikation mangelhaft. Meine Bedenken wurden nicht gründlich untersucht, was letztendlich zu einer falschen Diagnose und falschen Behandlungsentscheidungen in meinem Fall führte. Trotz der gehetzten Termine war der gesamte Ablauf ineffizient. Die Terminvereinbarung und -verschiebung gestaltete sich aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Ärzten extrem schwierig, was zu erheblichen Verzögerungen und Zeitverschwendung führte. Ich äußerte wiederholt Bedenken hinsichtlich meiner Gesundheit, die jedoch stets ignoriert wurden. Nach über einem halben Jahr als Patientin dieser Klinik erhielt ich schließlich woanders die korrekte Diagnose für die Ursache meiner Unfruchtbarkeit. Während meiner Behandlung versäumte es die Klinik zudem, mir jegliche sinnvolle psychologische Unterstützung anzubieten, obwohl das Schweizer Reproduktionsrecht Kliniken zur psychologischen Beratung verpflichtet – eine Vorgabe, die für mich und meinen Partner völlig ignoriert wurde. Mir wurde sogar eine Beratung verweigert, als ich ausdrücklich darum bat. Als ich meine psychischen Probleme offenbarte, wurden mir, anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen psychologischen Beratung, weitere Termine und Behandlungen verweigert. Meinem Partner und mir wurde der Zugang zu unseren körperlichen Untersuchungsergebnissen verwehrt, solange ich nicht zuvor eine psychiatrische Genehmigung für die weitere Behandlung eingeholt hatte – eine Genehmigung, die die Klinik nicht einholte. Der Arzt erklärte, dies diene dazu, sicherzustellen, dass ich die nächsten 18 Jahre für ein Kind sorgen könne. Ich empfand dies als äußerst belastend und als unverhältnismäßige und stigmatisierende Einschränkung meiner körperlichen Selbstbestimmung und meines Zugangs zu medizinischer Versorgung. Dies führte zu einer Verschlechterung meines psychischen Zustands. Laut einer englischen Studie über Unfruchtbarkeit entwickeln 40 % der Frauen Suizidgedanken. Nach der mangelnden Unterstützung und der Vernachlässigung, die ich in dieser Klinik erfahren habe, gehörte ich zum ersten Mal in meinem Leben zu diesen Frauen. Insgesamt war meine Erfahrung in dieser Klinik unpersönlich und belastend und sowohl körperlich als auch psychisch schädlich. Aus diesen Gründen rate ich dringend davon ab, sich anderweitig behandeln zu lassen.
Das Team und die Mitarbeiter der Kinderwunsch Klinik waren fantastisch und haben eine professionelle und hocheffiziente Atmosphäre geschaffen.
Ein effizientes, professionelles und sehr freundliches Team! Alles war perfekt!
Die Reaktion auf meine negative Rezension (siehe unten) kam online schnell. Als ich mich jedoch noch am selben Tag über das Online-Formular gemeldet habe, hat sich seit über 10 Arbeitstagen niemand bei mir zurückgemeldet. Nach aussen gibt man sich besorgt, handelt dann aber nicht. Passt zu meiner Erfahrung mit dem Kinderwunschzentrum. Ich würde diese Kinderwunschklinik leider nicht empfehlen. Anfangs war mein Eindruck sehr positiv: schnelle Terminvergabe, rasche Untersuchungen und ein klarer Behandlungsplan für die IVF. Nachdem ich jedoch spontan schwanger wurde und die Schwangerschaft leider nicht intakt war, änderte sich alles. Ab dann wurde ich nur noch von Assistenzärztinnen betreut, es kam zu einer Fehldiagnose und deutlichen Verzögerungen. Meine behandelnde Ärztin ging in den Mutterschutz, aber es fand keine ordentliche Übergabe meiner Akte statt. Seitdem fühlt sich offenbar niemand zuständig. Ich musste mich selbst mehrfach melden, um überhaupt Informationen zu bekommen. Als 40-jährige Patientin mit Kinderwunsch hätte ich erwartet, dass man zügig handelt und die Behandlung Priorität hat. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass mein Fall dort völlig egal ist. Anstatt im November oder Dezember mit der Stimulation zu beginnen, wird es nun wohl frühestens Januar und auch das ist ungewiss. Sehr enttäuschend.
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