Teil unseres Ratgebers: Unerfüllter Kinderwunsch

Eine Fehlgeburt verändert vieles. Manche möchten bald wieder schwanger werden, andere brauchen erst einmal Abstand. Beides ist in Ordnung.

Hier steht, was Leitlinien und Studien zu den Fragen danach sagen: von der Wartezeit über den Abfall des Schwangerschaftshormons hCG bis zu Untersuchungen nach mehreren Fehlgeburten und zum Mutterschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Alle Zahlen sind Durchschnittswerte der untersuchten Gruppen. Sie sagen nicht voraus, wie es bei dir ausgeht, und ersetzen keine ärztliche Beratung. Endete deine Schwangerschaft sehr früh und war sie nur über einen Test nachgewiesen, lies auch unseren Beitrag zur biochemischen Schwangerschaft.

Wann darfst du wieder schwanger werden?

In diesem Punkt widersprechen sich die Empfehlungen:

Quelle Empfehlung
AWMF 015-076 (DE, AT, CH), 2025 ohne Wartezeit, wenn keine individuellen Gründe dagegen sprechen (Statement 5.S13, Expertenkonsens)
ACOG Practice Bulletin 200 (USA), bestätigt 2025 keine Daten guter Qualität für ein Hinausschieben
NICE NG126 (Großbritannien) kein festes Intervall, aber Information, wann ein neuer Versuch möglich ist (1.2.1)
WHO, Konsultation 2005 mindestens 6 Monate nach Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch

Als mögliche Gründe zum Warten nennt die AWMF-Leitlinie zum Beispiel ausstehende Untersuchungen, Folgen einer Operation oder fehlende seelische Bereitschaft.

Die WHO-Empfehlung stützt sich auf eine einzige Studie mit Daten aus öffentlichen Krankenhäusern in Lateinamerika, vor allem Argentinien und Uruguay. Spontane Fehlgeburten und Abbrüche ließen sich darin nicht trennen. Die WHO vermerkt selbst, dass es neuere Forschung gibt.

Neuere Daten sprechen nicht für langes Warten. Eine Metaanalyse von 16 Studien mit 1.043.840 Frauen fand bei weniger als 6 Monaten Abstand seltener eine erneute Fehlgeburt (relatives Risiko 0,82; 95 % KI 0,78 bis 0,86) und seltener eine Frühgeburt (0,79; 0,75 bis 0,83). Bei Totgeburt, niedrigem Geburtsgewicht und Präeklampsie gab es keinen Unterschied (Kangatharan 2017).

In der US-Studie EAGeR mit 1.083 Frauen nach einem oder zwei frühen Verlusten bekamen 53,2 % derjenigen ein Kind, die innerhalb von 3 Monaten wieder versuchten, gegenüber 36,1 % bei späterem Beginn, ohne mehr Komplikationen (Schliep 2016; Beobachtungsdaten gesunder Frauen mit regelmäßigem Zyklus). In Norwegen hatten Frauen mit unter 3 Monaten Abstand seltener ein zu kleines Kind (8,6 % gegenüber 10,1 %) und seltener Schwangerschaftsdiabetes (3,3 % gegenüber 4,5 %) als bei 6 bis 11 Monaten (Tessema 2022, 49.058 Geburten).

Wenn du noch warten möchtest, kannst du sofort nach dem bestätigten Abgang hormonell verhüten. Der oft gegebene Rat, 1 bis 2 Wochen auf Vaginalverkehr zu verzichten, ist laut AWMF und ACOG nicht durch Studien belegt.

Nach IVF oder Kryotransfer: Eine Leitlinienempfehlung zum Abstand gibt es nicht. In einer Kohorte mit 2.620 Frauen nach biochemischem oder klinischem Verlust war ein neuer Kryotransfer innerhalb von 6 Monaten nicht mit schlechteren Ergebnissen verbunden als nach 6 bis 12 Monaten (Yang W 2026). Den Zeitpunkt legt deine Kinderwunschpraxis fest. Zum Ablauf siehe Kryotransfer.

Eisprung und erste Periode danach

Schon der erste Zyklus kann fruchtbar sein. In einer kleinen Studie mit 18 Frauen nach spontaner Fehlgeburt hatten alle ihren ersten Eisprung vor der ersten Periode, im Mittel 29 Tage nach der Fehlgeburt, mit einer Spanne von 13 bis 103 Tagen. Eine Frau wurde in diesem Zyklus schwanger (Donnet 1990). Wer noch nicht schwanger werden möchte, verhütet deshalb am besten von Anfang an.

Die zweite Zyklushälfte war in diesem ersten Zyklus etwas kürzer als im zweiten (im Mittel 12,9 statt 14,4 Tage). Die erste Periode kam damit rechnerisch im Mittel rund sechs Wochen nach der Fehlgeburt (eigene Rechnung, Donnet 1990). Weil der Eisprung so unterschiedlich früh oder spät kam, kann das bei dir deutlich abweichen.

Blutung und Dauer des Abgangs

Vorgehen Dauer der Blutung Erfolgsrate
operativ ca. 3 Tage 97 %
medikamentös 10 bis 21 Tage 71 % nach 3 Tagen, 84 % nach 8 Tagen, ggf. mit erneuter Gabe
abwartend 10 bis 21 Tage 52 bis 84 % nach 14 Tagen, 66 bis 91 % nach 6 Wochen

Quelle: AWMF 015-076, Tabelle 9. Gilt für klinische Fehlgeburten, nicht für biochemische Verluste. Beim Abwarten hängen die Werte von der Form der Fehlgeburt ab.

Beim Abwarten war der Abgang bei 25 bis 50 % der Frauen nach einer Woche vollständig. Nach 2 Wochen hängt es von der Form ab: bei einem schon begonnenen, unvollständigen Abgang bei 84 %, bei einer verhaltenen Fehlgeburt bei 59 %, bei leerer Fruchthöhle (Windei) bei 52 % (AWMF 015-076, Tabelle 9). Kontrolliert wird üblicherweise innerhalb von 2 Wochen. Nach einer medikamentösen Behandlung empfiehlt die Leitlinie einen Ultraschall 7 bis 14 Tage nach der ersten Medikamentengabe, hCG-Messungen nur als Alternative. Hält die Blutung an, werden die Schmerzen stärker oder bekommst du Fieber, lass das ärztlich abklären. Bei sehr starker Blutung oder starken Schmerzen sofort.

hCG nach einer Fehlgeburt: Tabelle mit Studienwerten

Wie schnell das Schwangerschaftshormon fällt, hängt vor allem vom Ausgangswert ab. Die Werte unten stammen aus Studien und helfen, Befunde zu verstehen. Eigene Messwerte bewertet die Praxis, die sie veranlasst hat.

Ein Wert im Blut über 5 IU/l spricht für eine Schwangerschaft. Urintests schlagen erst ab etwa 20 bis 50 IU/l an, ein schwach positiver Test wird leicht als negativ abgelesen. Verlaufswerte sollten aus demselben Labor mit demselben Test stammen (AWMF 015-076), denn Messsysteme liefern teils signifikant verschiedene Werte (Desai 2014).

hCG-Ausgangswert (IU/l) Abfall nach 2 Tagen: im Mittel / mindestens nach 4 Tagen nach 7 Tagen
250 48 % / 35 % 71 % / 52 % 86 % / 66 %
500 52 % / 38 % 75 % / 59 % 89 % / 74 %
1.000 55 % / 42 % 78 % / 64 % 91 % / 79 %
2.000 58 % / 46 % 81 % / 68 % 93 % / 83 %
3.000 59 % / 48 % 82 % / 70 % 94 % / 85 %
5.000 60 % / 50 % 83 % / 73 % 94 % / 87 %

Quelle: Butts et al. 2013. 443 Frauen aus drei US-Zentren mit Schmerzen oder Blutung und einer Schwangerschaft unklarer Lokalisation (im Ultraschall anfangs kein Fruchtsack), die sich ohne Behandlung zurückbildete; Ausgangswert bis 10.000 IU/l. „Mindestens“ ist die 95. Perzentile: 95 von 100 Frauen hatten einen mindestens so starken Abfall. Die AWMF-Leitlinie 015-076 übernimmt diese Mindestwerte als Tabelle 12.

Rechenbeispiel (eigene Rechnung aus der Tabelle): Bei einem Ausgangswert von 1.000 IU/l lag der Wert nach 2 Tagen im Mittel bei etwa 450 IU/l, bei 95 % der Frauen bei höchstens etwa 580 IU/l. Nach 7 Tagen waren es im Mittel etwa 90 IU/l, bei 95 % höchstens etwa 210 IU/l.

Die Daten stammen nicht aus im Ultraschall bestätigten Fehlgeburten und nicht aus IVF-Behandlungen. Eine ältere Auswertung derselben Forschungsgruppe (Barnhart 2004, ebenfalls Schwangerschaften unklarer Lokalisation: 710 spätere Fehlgeburten bei 1.543 Frauen) nennt niedrigere Untergrenzen: Bei rund 95 % der Frauen fiel hCG in 2 Tagen um mindestens 21 bis 35 % und in 7 Tagen um mindestens 60 bis 84 %, je nach Ausgangswert. Das sind Mindestwerte, keine typischen Werte. Ein langsamerer Abfall spricht laut den Autoren für verbliebenes Gewebe oder eine Eileiterschwangerschaft.

Was die britische Leitlinie NICE je nach Verlauf vorsieht

Situation Vorgehen laut NICE NG126
hCG fällt in 48 Stunden um mehr als 50 % (Schwangerschaft unklarer Lokalisation) Schwangerschaft setzt sich wahrscheinlich nicht fort; Urintest 14 Tage nach der zweiten Messung, wenn positiv, Vorstellung binnen 24 Stunden (1.8.8)
Abfall unter 50 % oder Anstieg unter 63 % in 48 Stunden Vorstellung binnen 24 Stunden (1.8.9)
nach abwartendem Vorgehen (wenn Blutung und Schmerzen nach 7 bis 14 Tagen abgeklungen sind) oder medikamentösem Vorgehen Urintest 3 Wochen nach der Fehlgeburt, wenn positiv, Abklärung (1.10.5, 1.11.7)

Ein fallender Wert schließt eine Eileiterschwangerschaft nicht aus. 71 % der Frauen mit Eileiterschwangerschaft haben einen untypischen hCG-Verlauf, und 8 bis 14 % der Schwangerschaften unklarer Lokalisation erweisen sich als Eileiterschwangerschaft (AWMF 015-076). Bei Schmerzen oder starker Blutung lass dich sofort ärztlich untersuchen.

Wann ist hCG wieder negativ?

Für spontane Fehlgeburten gibt es dazu keine systematischen Studien, nur kleine Studien nach einem Schwangerschaftsabbruch mit meist hohen Ausgangswerten. Nach Absaugung im ersten oder zweiten Trimenon dauerte es bei 13 Frauen im Mittel 37,5 Tage (± 6,4), bis hCG unter 2 IU/l lag (Marrs 1979). Ein Urintest mit Nachweisgrenze 1.000 IU/l war meist binnen 2 Wochen negativ, ein positiver Test nach 4 Wochen sprach für einen unvollständigen Abgang oder verbliebenes Gewebe (van der Lugt 1985, 28 Frauen). Auf sehr frühe Verluste mit niedrigen Werten lässt sich das nicht übertragen.

Wie hCG nach einem Embryotransfer in einer intakten Schwangerschaft steigt, zeigt die hCG-Tabelle im Geburtstermin-Rechner.

Wie hoch ist das Risiko einer weiteren Fehlgeburt?

Ein früher Schwangerschaftsverlust betrifft laut AWMF-Leitlinie mindestens 10 bis 15 % der klinisch erkannten Schwangerschaften, rund 80 % aller Fehlgeburten ereignen sich im ersten Trimenon. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Fehlgeburten statistisch nicht erfasst. Etwa die Hälfte der Fehlgeburten im ersten Trimenon geht auf eine Chromosomenstörung des Embryos zurück (AWMF 015-050, ACOG; ASRM: 50 bis 60 %).

Alter der Mutter Anteil Fehlgeburten
unter 20 15,8 %
20 bis 24 11,3 %
25 bis 29 9,8 %
30 bis 34 10,8 %
35 bis 39 16,7 %
40 bis 44 32,2 %
ab 45 53,6 %

Quelle: Magnus et al. 2019, Tabelle 1. Alle in norwegischen Gesundheitsregistern erfassten Schwangerschaften 2009 bis 2013 (421.201), ohne Eileiterschwangerschaften; Fehlgeburten von der 6. bis unter die 20. SSW, um Schwangerschaftsabbrüche korrigiert. Sehr frühe Verluste ohne Kontakt zur Fachversorgung fehlen. Insgesamt 12,8 %, am niedrigsten mit 27 Jahren (9,5 %).

Vorgeschichte nächste Schwangerschaft endete mit Fehlgeburt Odds Ratio, altersbereinigt (95 % KI)
erste Schwangerschaft 11,6 % Vergleichsgruppe
1 Fehlgeburt direkt davor 19,8 % 1,54 (1,48 bis 1,60)
2 Fehlgeburten in Folge 27,7 % 2,21 (2,03 bis 2,41)
3 oder mehr in Folge 41,9 % 3,97 (3,29 bis 4,78)

Quelle: Magnus et al. 2019, Tabelle 3. Anteile ohne Schwangerschaftsabbrüche im Nenner.

Umgekehrt gelesen: Nach einer Fehlgeburt endeten rund 80 % der nächsten Schwangerschaften nicht mit einer Fehlgeburt (eigene Rechnung). Unabhängig von früheren Fehlgeburten endeten in Deutschland nach IVF oder ICSI in den Frischzyklen 2019 bis 2023 21,7 % (IVF) und 21,4 % (ICSI) der klinischen Schwangerschaften mit einem Abort (Deutsches IVF-Register). Mit den norwegischen Werten sind sie nicht direkt vergleichbar. Werte für jedes Altersjahr von 35 bis 45 stehen unter Schwanger werden über 40.

Wie gut sind die Chancen danach?

Fruchtbarer macht eine Fehlgeburt nach den vorliegenden Daten nicht. In einer norwegischen Kohorte mit 48.537 geplanten Schwangerschaften sank die Chance, in einem Monat schwanger zu werden, leicht: auf das 0,83-Fache nach einer, das 0,79-Fache nach zwei und das 0,74-Fache nach drei oder mehr Fehlgeburten (Arge 2022).

Auch nach mehreren Fehlgeburten bekommen viele Frauen ein Kind. In einer dänischen Spezialambulanz waren es bei 987 Frauen mit wiederholten Fehlgeburten 66,7 % innerhalb von 5 Jahren (Lund 2012). Laut ASRM haben 50 bis 80 % beim nächsten Versuch Erfolg, auch ohne spezielle Behandlung. Mit dem Alter sinkt die Chance:

Alter, nach 3 Fehlgeburten Lebendgeburt in der nächsten Schwangerschaft
25 bis 29 ca. 75 %
30 bis 34 ca. 70 %
35 bis 39 ca. 55 %
40 bis 44 ca. 32 %

Quelle: AWMF 015-050, Tabelle 10, nach Kolte et al. 2021 (Dänemark 1977 bis 2017, 2.722.441 Schwangerschaften). Aus einer Grafik der Originalstudie übertragen, daher „ca.“.

Wiederholte Fehlgeburten: ab wann spricht man davon?

Quelle Definition Zählen biochemische Verluste?
AWMF 015-050, Version 2.0, Mai 2026 (DE, AT, CH) folgt der WHO: 3 oder mehr aufeinanderfolgende Fehlgeburten vor der 20. SSW nicht ausdrücklich geregelt
ESHRE 2022 (Europa) 2 oder mehr Schwangerschaftsverluste, ohne Eileiter- und Molenschwangerschaft ja, hCG-Nachweis genügt
ASRM 2026 (USA) 2 oder mehr spontane Verluste vor 22 Wochen, nicht zwingend in Folge ja
SOGC 2025 (Kanada) 2 oder mehr Verluste, auch nicht aufeinanderfolgende ja
ICMART-Glossar 2025 2 oder mehr klinische Schwangerschaften, die vor 22 vollendeten SSW enden nein

Betroffen sind laut AWMF-Leitlinie etwa 1 bis 3 % aller Paare, nach der Definition mit zwei Fehlgeburten bis zu 5 %. Dass auch sehr frühe Verluste zählen können, hat einen Grund: Bei 587 Frauen mit ungeklärten wiederholten Fehlgeburten senkte jeder frühere, im Ultraschall nie gesehene Verlust die Chance auf eine Lebendgeburt ähnlich stark wie eine klinische Fehlgeburt (relatives Risiko 0,90 gegenüber 0,87; Kolte 2014).

Welche Untersuchungen empfohlen sind

Die deutschsprachige Leitlinie empfiehlt die Suche nach Ursachen nach drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten („soll“), in begründeten Fällen schon nach zwei („sollte“, Empfehlungen 2.E1 und 2.E2). Eine in der Leitlinie zitierte Metaanalyse fand Fehlbildungen der Gebärmutter und das Antiphospholipid-Syndrom nach zwei Fehlgeburten genauso häufig wie nach drei. Die ESHRE rät, Antiphospholipid-Antikörper schon nach zwei Verlusten zu bestimmen. Die ASRM bietet ab der zweiten Fehlgeburt als ersten Schritt eine Chromosomenanalyse des Schwangerschaftsgewebes an.

Ärztin bespricht mit einer Patientin die nächsten Untersuchungen

Untersuchung AWMF 015-050
Chromosomen beider Partner, wenn kein Chromosomenbefund der Fehlgeburten vorliegt soll
Chromosomenanalyse des Schwangerschaftsgewebes sollte
3D-Ultraschall und/oder Gebärmutterspiegelung soll
Antiphospholipid-Antikörper, zweimal im Abstand von mindestens 12 Wochen soll
TSH vor der Schwangerschaft soll
Vitamin D vor der Schwangerschaft Statement
bei PCOS: hormonelle und Stoffwechselstörungen soll
Partner: Aufklärung über eine erweiterte Ejakulatanalyse mit DNA-Fragmentierung soll
erbliche Thrombophilie ohne Thromboserisiko soll nicht
immunologische Tests wie NK-Zellen außerhalb von Studien sollte nicht
Mikrobiom-Untersuchung außerhalb von Studien soll nicht

Antiphospholipid-Antikörper finden sich bei 11 bis 15 % der Frauen mit wiederholten Fehlgeburten (AWMF 015-050), angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter bei 13,3 % gegenüber 5,5 % in der Allgemeinbevölkerung (ASRM). Bei Paaren mit zwei oder mehr Fehlgeburten trägt in etwa 4 bis 5 % ein Partner eine balancierte Chromosomenveränderung (AWMF 015-050).

Die ESHRE setzt teils andere Schwerpunkte: Das Schwangerschaftsgewebe wird nicht routinemäßig untersucht, die Chromosomen der Eltern nur nach individueller Risikoabschätzung. Die Gebärmutter soll bei allen Frauen beurteilt werden.

Eine Praxis für die Abklärung findest du im Verzeichnis der Kinderwunschkliniken. Der Online-Berater hilft dir, die nächsten Schritte zu sortieren.

Behandlungen: was belegt ist

Hinweise auf einen Nutzen gibt es vor allem in zwei Situationen: Heparin mit ASS beim nachgewiesenen Antiphospholipid-Syndrom und, mit kleinem Effekt aus Teilauswertungen, vaginales Progesteron bei Blutung nach früheren Fehlgeburten.

Progesteron

Studie Wer wurde behandelt Lebendgeburt
PROMISE 2015 836 Frauen mit ungeklärten wiederholten Fehlgeburten, vaginales Progesteron 400 mg zweimal täglich bis zur 12. SSW 65,8 % gegenüber 63,3 % mit Placebo (RR 1,04; 0,94 bis 1,15), kein gesicherter Nutzen
PRISM 2019 4.153 Frauen mit Blutung in der Frühschwangerschaft, 400 mg zweimal täglich bis zur 16. SSW 75 % gegenüber 72 % Lebendgeburten ab 34 SSW (RR 1,03; 1,00 bis 1,07; P = 0,08)
PRISM, Untergruppe Blutung und mindestens 1 frühere Fehlgeburt (1.800 Frauen) 75 % gegenüber 70 % (RR 1,09; 1,03 bis 1,15)
PRISM, Untergruppe Blutung und mindestens 3 frühere Fehlgeburten (285 Frauen) 72 % gegenüber 57 % (RR 1,28; 1,08 bis 1,51)
Cochrane-Analyse 2021 (Devall) Netzwerk-Analyse, insgesamt 7 Studien mit 5.682 Frauen, verschiedene Gestagene vaginales mikronisiertes Progesteron bei Blutung und mindestens 1 früheren Fehlgeburt: RR 1,08 (1,02 bis 1,15; Untergruppe aus 2 Studien mit zusammen 4.090 Frauen, überwiegend PRISM); bei wiederholten Fehlgeburten: RR 1,04 (0,95 bis 1,15; 1 Studie mit 826 Frauen, PROMISE)
Cochrane-Analyse 2025 (Haas) Frauen mit ungeklärten wiederholten Fehlgeburten, ohne Blutung und ohne IVF-Schwangerschaften; Lebendgeburt aus 5 Studien mit 1.063 Frauen RR 1,04 (0,96 bis 1,12), wahrscheinlich wenig oder kein Effekt

Die Untergruppen sind Teilauswertungen: „mindestens 1“ wurde erst nachträglich gebildet, „mindestens 3“ war vorab geplant, aber klein (Coomarasamy 2020).

Die AWMF-Leitlinie empfiehlt vaginales Progesteron bis zur 16. SSW bei wiederholten Fehlgeburten und drohender Fehlgeburt („sollte“); bei ungeklärten wiederholten Fehlgeburten kann Progesteron oder ein synthetisches Gestagen im ersten Trimenon gegeben werden („kann“). NICE empfiehlt 400 mg zweimal täglich bei Blutung und früherer Fehlgeburt, wenn die Schwangerschaft per Ultraschall in der Gebärmutter bestätigt ist, bei nachgewiesenem Herzschlag bis zur vollendeten 16. SSW. Die ESHRE sieht einen möglichen Nutzen bei drei oder mehr Verlusten und Blutung (bedingte Empfehlung), für eine Gelbkörperschwäche reicht ihr die Evidenz nicht. Die ASRM hält vaginales Progesteron in der Frühschwangerschaft bei Blutung und/oder ungeklärten wiederholten Fehlgeburten nach gemeinsamer Entscheidung für erwägbar. Die Gabe schon in der zweiten Zyklushälfte führt sie unter möglichem Nutzen bei begrenzter oder widersprüchlicher Studienlage. Die PRISM-Untergruppen hält sie für unsicher, weil mehrere Vergleiche ohne statistische Korrektur gerechnet wurden. Die kanadische SOGC hält Progesteron vor allem bei Beginn in der zweiten Zyklushälfte für möglicherweise hilfreich.

Bei wiederholten Fehlgeburten ohne Blutung sind sich die Leitlinien damit nicht einig: Die AWMF-Leitlinie sagt „kann“, die ASRM hält es für erwägbar, die ESHRE sieht einen möglichen Nutzen nur zusammen mit Blutung, und die Cochrane-Analyse 2025 findet wahrscheinlich wenig oder keinen Effekt.

Zulassung: Progesteron und Dydrogesteron sind in Deutschland verschreibungspflichtig (AMVV Anlage 1). Keine der geprüften deutschen Fachinformationen nennt Fehlgeburten als Anwendungsgebiet: Vaginales mikronisiertes Progesteron (200 mg) ist dort nur zur Unterstützung der Gelbkörperphase bei Kinderwunschbehandlung (höchstens bis zur 12. SSW) und zur Vorbeugung einer Frühgeburt bei verkürztem Gebärmutterhals zugelassen, ein verhaltener Abort ist eine Gegenanzeige. Gegen Fehlgeburten ist es damit off-label, also außerhalb der Zulassung. Das gilt auch für das synthetische Gestagen Dydrogesteron, dessen Fachinformation nur Zyklusunregelmäßigkeiten bei Progesteronmangel und die Hormonersatztherapie nennt. Synthetische Gestagene sind laut AWMF-Leitlinie möglicherweise mit einem höheren Risiko einer Hypospadie (Fehlbildung der Harnröhrenmündung) verbunden (Odds Ratio 3,7; 2,3 bis 6,0).

17-Hydroxyprogesteroncaproat (17-OHPC) ist keine Option. Die Zulassungen ruhen EU-weit seit 2024 wegen eines möglichen Krebsrisikos bei Menschen, die im Mutterleib damit in Kontakt kamen, und fehlender Wirksamkeit (BfArM). Die AWMF-Leitlinie nennt den Wirkstoff noch, ohne das zu erwähnen.

Mehr zu Progesteron, Gelbkörperschwäche und den Studien: Gelbkörperschwäche.

Heparin und ASS nur beim Antiphospholipid-Syndrom

Niedermolekulares Heparin (NMH) und niedrig dosierte Acetylsalicylsäure (ASS) empfehlen die Leitlinien nur bei einem nachgewiesenen Antiphospholipid-Syndrom (APS). Die AWMF-Leitlinie sieht dann ASS bis 34+0 SSW plus NMH bis mindestens 6 Wochen nach der Geburt vor („soll“): beim geburtshilflichen APS vorbeugend dosiert ab positivem Test, beim thrombotischen APS in therapeutischer Dosis. Unter der Kombination liegt die Lebendgeburtenrate bei bis zu 70 %. Die ESHRE empfiehlt die Kombination bei APS und drei oder mehr Verlusten (bedingt), bei zwei Verlusten nur in Studien. Für die ASRM ist sie Standard.

Bei ungeklärten Fehlgeburten zeigte ALIFE (364 Frauen) keinen Nutzen: 54,5 % Lebendgeburten mit ASS plus Heparin, 50,8 % mit ASS allein, 57,0 % mit Placebo. Bei erblicher Thrombophilie bekamen in ALIFE2 (326 Frauen) 72 % mit NMH und 71 % mit Standardversorgung ein Kind. Die AWMF-Leitlinie rät in beiden Fällen ab, die ESHRE bei ungeklärten Verlusten (starke Empfehlung). Zur Vorbeugung von Fehlgeburten sind NMH und ASS in Deutschland off-label.

Schilddrüse und weitere Maßnahmen

Bei einem TSH über 4 mU/l vor der Schwangerschaft kann laut AWMF-Leitlinie Levothyroxin gegeben werden. Die ESHRE rät, Frauen mit normaler Schilddrüsenfunktion und Schilddrüsenantikörpern nicht zu behandeln.

Nicht empfohlen sind laut AWMF-Leitlinie Glukokortikoide ohne Autoimmunerkrankung, Immunglobuline, Lipidinfusionen, Lymphozytenimmunisierung, TNF-alpha-Blocker und G-CSF. Eine genetische Untersuchung der Embryonen (PGT-A oder PGT-SR) erhöht bei Paaren, die natürlich schwanger werden, die Lebendgeburtenrate nicht. Empfohlen sind dagegen Vitamin D3 (2.000 bis 4.000 IE täglich) bei nachgewiesenem Mangel, ein normales Körpergewicht, Rauchstopp, Verzicht auf Alkohol und psychosoziale Unterstützung. Bei einer chronischen Entzündung der Gebärmutterschleimhaut mit CD138-Nachweis können Antibiotika gegeben werden.

Mutterschutz, Kündigungsschutz und Krankschreibung

Deutschland

Seit dem 1. Juni 2025 gilt Mutterschutz auch nach einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche. § 3 Abs. 5 Mutterschutzgesetz lautet:

„Bei einer Fehlgeburt darf der Arbeitgeber eine Frau nicht beschäftigen, soweit sie sich nicht zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklärt, 1. bis zum Ablauf von zwei Wochen bei einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche oder 2. bis zum Ablauf von sechs Wochen bei einer Fehlgeburt ab der 17. Schwangerschaftswoche oder 3. bis zum Ablauf von acht Wochen bei einer Fehlgeburt ab der 20. Schwangerschaftswoche. Sie kann ihre Erklärung nach Satz 1 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht.“

Laut Familienportal des Bundes gilt die Schutzfrist, wenn du den Arbeitgeber informiert hast und nicht ausdrücklich weiterarbeiten möchtest. Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Periode, die 13. Woche beginnt also mit 12+0 SSW (eigene Ableitung). Rechtlich ist eine Fehlgeburt ein Verlust ohne Lebenszeichen unter 500 g und vor der 24. SSW. In der Schutzfrist gibt es Mutterschaftsgeld: Gesetzlich Versicherte bekommen von der Krankenkasse höchstens 13 Euro pro Kalendertag, den Rest zahlt der Arbeitgeber als Zuschuss (§ 24i SGB V). Nachweis ist seit 1. Januar 2026 die ärztliche „Bescheinigung einer Fehlgeburt, Frühgeburt oder Behinderung des Kindes“ (Formular 9). Selbstständige sind nicht erfasst.

Kündigungsschutz: Nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist eine Kündigung bis zum Ablauf von vier Monaten unzulässig (§ 17 Abs. 1 Nr. 2 MuSchG). Das gilt, wenn der Arbeitgeber von der Fehlgeburt weiß oder du sie ihm innerhalb von zwei Wochen nach Zugang einer Kündigung mitteilst.

Krankschreibung: Vor der 13. SSW gibt es keinen Mutterschutz. Kannst du nicht arbeiten, schreibt dich deine Ärztin oder dein Arzt krank. Der Arbeitgeber zahlt dann bis zu sechs Wochen Entgelt weiter, danach folgt Krankengeld. Anspruch auf Entgeltfortzahlung hast du, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen ununterbrochen besteht (§ 3 Abs. 1 und 3 EFZG).

Österreich

Eine Mutterschutzfrist nach einer Fehlgeburt gibt es nicht, aber vier Wochen Kündigungsschutz. § 10 Abs. 1a Mutterschutzgesetz 1979 (seit 1. Jänner 2016):

„Eine Kündigung ist bis zum Ablauf von vier Wochen nach einer erfolgten Fehlgeburt rechtsunwirksam. Auf Verlangen des Dienstgebers hat die Dienstnehmerin eine ärztliche Bescheinigung über die Fehlgeburt vorzulegen.“

Ob ein Verlust als Fehl- oder Totgeburt gilt, entscheidet allein das Gewicht, eine Grenze nach Schwangerschaftswochen gibt es nicht. Nach § 8 Abs. 1 Z 2 Hebammengesetz gilt eine Leibesfrucht als totgeboren, „wenn keines der unter Z 1 angeführten Zeichen erkennbar ist und sie ein Geburtsgewicht von mindestens 500 Gramm aufweist“. Bei geringerem Gewicht liegt eine Fehlgeburt vor (Z 3). Seit 1. September 2024 gibt es nach einer Fehlgeburt nach der 18. Schwangerschaftswoche Anspruch auf Hebammenbetreuung.

Schweiz

Mutterschaftsentschädigung gibt es bei einer Totgeburt nur, wenn die Schwangerschaft mindestens 23 Wochen gedauert hat (ab 23 0/7), nachgewiesen per Arztzeugnis (Kreisschreiben KS MSEAE, Rz 1043). Ein Verlust davor begründet keinen Anspruch. Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber den Lohn für eine beschränkte Zeit weiter, wenn das Arbeitsverhältnis mehr als drei Monate gedauert hat oder für mehr als drei Monate eingegangen ist (Art. 324a OR). Art. 336c OR schützt nach der Probezeit vor Kündigung während unverschuldeter Krankheit (je nach Dienstjahr 30 bis 180 Tage) sowie „während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Niederkunft“. Ob eine Fehlgeburt vor der 23. Woche als Niederkunft gilt, steht nicht im Gesetz. Lass dich im Zweifel arbeitsrechtlich beraten.

Unterstützung nach dem Verlust

Du darfst um diese Schwangerschaft trauern, egal wie früh sie endete. Und du musst nichts entscheiden, bevor du so weit bist.

Die Leitlinie zu wiederholten Fehlgeburten empfiehlt, psychosoziale Unterstützung anzubieten (AWMF 015-050). Frag in deiner Frauenarzt- oder Kinderwunschpraxis nach psychosozialer Beratung, für dich und für deinen Partner oder deine Partnerin.

Hand mit Schmetterling und junge Pflanze im warmen Abendlicht

Wenn es mit einer neuen Schwangerschaft länger dauert, erklärt unser Ratgeber unerfüllter Kinderwunsch, welche Schritte dann sinnvoll sind.

Häufige Fragen

Wie lange sollte man nach einer Fehlgeburt warten, bevor man wieder schwanger wird?

Nach der deutschsprachigen Leitlinie musst du nicht warten, wenn keine Gründe dagegen sprechen, etwa ausstehende Untersuchungen oder fehlende seelische Bereitschaft (AWMF 015-076). Die WHO rät zu 6 Monaten, stützt sich aber auf eine einzige Studie. Eine Metaanalyse fand bei kürzerem Abstand seltener eine erneute Fehlgeburt (RR 0,82; Kangatharan 2017).

Ist man nach einer Fehlgeburt fruchtbarer?

Die Daten sind uneinheitlich. In einer norwegischen Kohorte sank die Chance pro Monat nach einer Fehlgeburt leicht, auf das 0,83-Fache (Arge 2022). In einer chinesischen Studie mit 518 Frauen und täglichen Urintests war nach sehr frühen Verlusten die Chance auf Empfängnis im Folgezyklus höher (Odds Ratio 2,6), das Risiko eines erneuten frühen Verlusts aber auch (2,4) (Wang 2003). Dass Frauen danach fruchtbarer sind, zeigt das nicht.

Wann kommt nach einer Fehlgeburt der Eisprung?

In einer kleinen Studie mit 18 Frauen kam der erste Eisprung im Mittel 29 Tage nach der Fehlgeburt, mit einer Spanne von 13 bis 103 Tagen, bei allen vor der ersten Periode (Donnet 1990).

Wie schnell fällt das hCG nach einer Fehlgeburt?

Bei Frauen, deren Schwangerschaft unklarer Lokalisation sich ohne Behandlung zurückbildete, fiel hCG in 2 Tagen im Mittel um 48 bis 60 % und in 7 Tagen um 86 bis 94 %, je nach Ausgangswert (Butts 2013). 95 % hatten nach 2 Tagen mindestens 35 bis 50 % Abfall (AWMF 015-076, Tabelle 12). Langsamere Verläufe gehören in ärztliche Abklärung (NICE NG126).

Wann ist der Schwangerschaftstest nach einer Fehlgeburt wieder negativ?

Für spontane Fehlgeburten fehlen systematische Studien. Nach einem Abbruch durch Absaugung dauerte es in einer sehr kleinen Studie im Mittel gut 5 Wochen bis unter 2 IU/l (Marrs 1979). NICE empfiehlt nach abwartendem oder medikamentösem Vorgehen einen Urintest 3 Wochen nach der Fehlgeburt; ist er positiv, folgt eine Abklärung.

Wie hoch ist das Risiko, nach einer Fehlgeburt wieder eine zu haben?

In Norwegen endeten nach einer Fehlgeburt 19,8 % der nächsten Schwangerschaften erneut mit einer Fehlgeburt, nach zwei in Folge 27,7 %, nach drei oder mehr 41,9 % (Magnus 2019).

Ab wie vielen Fehlgeburten wird untersucht?

Die deutschsprachige Leitlinie empfiehlt die Abklärung nach drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten, in begründeten Fällen nach zwei (AWMF 015-050). ESHRE, ASRM und SOGC sprechen ab zwei Verlusten von wiederholten Fehlgeburten.

Hilft Progesteron nach einer Fehlgeburt?

Bei ungeklärten wiederholten Fehlgeburten (3 oder mehr, 18 bis 39 Jahre) brachte vaginales Progesteron, vorbeugend ab dem positiven Test gegeben, keinen gesicherten Vorteil (PROMISE: 65,8 % gegenüber 63,3 % Lebendgeburten). Die Cochrane-Analyse 2025 sieht bei wiederholten Fehlgeburten wahrscheinlich wenig oder keinen Effekt. Bei Blutung und mindestens einer früheren Fehlgeburt stieg die Geburtenrate leicht (Cochrane 2021: RR 1,08, vor allem Daten aus PRISM). Die Leitlinien sind sich nicht einig. In Deutschland ist diese Anwendung off-label, die Mittel sind verschreibungspflichtig.

Gibt es Mutterschutz nach einer Fehlgeburt?

In Deutschland seit 1. Juni 2025 ab der 13. SSW: 2 Wochen, ab der 17. SSW 6 und ab der 20. SSW 8 Wochen, wenn du den Arbeitgeber informierst und nicht ausdrücklich weiterarbeiten willst (§ 3 Abs. 5 MuSchG). Österreich kennt keine Schutzfrist, aber vier Wochen Kündigungsschutz. In der Schweiz gibt es Mutterschaftsentschädigung erst ab 23 vollendeten Schwangerschaftswochen.

Quellen

Leitlinien und Fachgesellschaften

Studien und Register

Arzneimittel

Gesetze und Behörden

FR

Über diesen Artikel

Fertilio Redaktion

Die Fertilio Redaktion recherchiert Kinderwunsch-Themen anhand von Fachquellen wie dem Deutschen IVF-Register, medizinischen Leitlinien und Gesetzestexten. Die Quellen stehen jeweils am Ende des Artikels. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.