Kinderwunsch-Statistik 2026: IVF in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Zahlen

2023 kamen in Deutschland 21.673 Kinder nach IVF, ICSI oder Kryotransfer zur Welt, rund jedes 32. Kind. 2024 meldeten die Zentren 131.801 Behandlungszyklen, so viele wie nie. 142 Kinderwunschzentren sind Mitglied im Deutschen IVF-Register. Dazu Zahlen zur künstlichen Befruchtung in Österreich und der Schweiz, aus Registern, amtlichen Statistiken und Zentrenlisten, jede Grafik zum Teilen und Einbetten.

Stand 4. Oktober 2026 · Fertilio Redaktion · Daten frei nutzbar unter CC BY 4.0

  • 131.801Behandlungszyklen in deutschen Kinderwunschzentren im Jahr 2024D·I·R-Jahrbuch 2024
  • jedes 32.Kind in Deutschland kommt nach IVF, ICSI oder Kryotransfer zur Welt: 21.673 Kinder bei 692.989 Lebendgeborenen (2023, Annäherung)D·I·R, Destatis, eigene Berechnung
  • 142Kinderwunschzentren in Deutschland sind Mitglied im Deutschen IVF-Register, dazu 27 IVF-Fonds-Zentren in Österreich und 32 in der Schweiz (FIVNAT-Liste)D·I·R, Sozialministerium, SGRM, Stand 2026
  • 35,7 Jahresind Frauen in Deutschland im Schnitt bei IVF oder ICSI, in der Schweiz 36,8 JahreD·I·R 2024, BFS 2024
  • 38 %der IVF- und ICSI-Behandlungen gehen auf eine Ursache allein beim Mann zurück, weitere 26 % auf beide PartnerD·I·R-Jahrbuch 2024
  • 16,3Behandlungen mit IVF, ICSI oder Kryotransfer je 1.000 Frauen von 25 bis 44 Jahren in Österreich, in Deutschland 12,7, in der Schweiz 10,1GÖG, D·I·R, BFS, Destatis, Statistik Austria, eigene Berechnung

Anzahl der Kinderwunschzentren: 142 in Deutschland, ungleich verteilt

In Deutschland sind 142 Kinderwunschzentren Mitglied im Deutschen IVF-Register (D·I·R), im Schnitt 13,7 je eine Million Frauen zwischen 25 und 44 Jahren. Verteilt sind sie sehr ungleich. In Hamburg kommen 27,6 Zentren auf eine Million Frauen dieser Altersgruppe, in Bremen 21,0 und in Berlin 20,7. In Brandenburg ist für rund 270.000 Frauen ein einziges Zentrum im Register gelistet (3,7 je Million), in Thüringen sind es 4,7 und in Mecklenburg-Vorpommern 6,1.

Österreich hat 27 Vertragszentren des IVF-Fonds, 22,2 je Million Frauen. Die Schweiz kommt laut FIVNAT-Liste der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (SGRM) auf 32 Zentren, 25,6 je Million. Die meisten liegen in Zürich (7), Basel-Stadt und St. Gallen (je 4). Laut dieser Liste haben 11 von 26 Kantonen kein eigenes IVF-Zentrum.

IVF-Zentren je 1 Million Frauen von 25 bis 44 Jahren

Nach Bundesland und Kanton. Im Schnitt: Deutschland 13,7, Österreich 22,2, Schweiz 25,6.

Schleswig-Holstein: 14,4 Zentren je Million FrauenHamburg: 27,6 Zentren je Million FrauenNiedersachsen: 11,6 Zentren je Million FrauenBremen: 21,0 Zentren je Million FrauenNordrhein-Westfalen: 13,3 Zentren je Million FrauenHessen: 12,6 Zentren je Million FrauenRheinland-Pfalz: 12,1 Zentren je Million FrauenBaden-Württemberg: 14,1 Zentren je Million FrauenBayern: 14,3 Zentren je Million FrauenSaarland: 16,8 Zentren je Million FrauenBerlin: 20,7 Zentren je Million FrauenBrandenburg: 3,7 Zentren je Million FrauenMecklenburg-Vorpommern: 6,1 Zentren je Million FrauenSachsen: 13,5 Zentren je Million FrauenSachsen-Anhalt: 13,7 Zentren je Million FrauenThüringen: 4,7 Zentren je Million FrauenVorarlberg: 37,5 Zentren je Million FrauenTirol: 19,2 Zentren je Million FrauenWien: 15,6 Zentren je Million FrauenOberösterreich: 20,6 Zentren je Million FrauenNiederösterreich: 19,4 Zentren je Million FrauenSteiermark: 25,0 Zentren je Million FrauenSalzburg: 39,7 Zentren je Million FrauenKärnten: 30,0 Zentren je Million FrauenBurgenland: 29,8 Zentren je Million FrauenZürich: 28,4 Zentren je Million FrauenBern: 14,1 Zentren je Million FrauenLuzern: 32,6 Zentren je Million FrauenUri: 0,0 Zentren je Million FrauenSchwyz: 46,9 Zentren je Million FrauenObwalden: 0,0 Zentren je Million FrauenNidwalden: 0,0 Zentren je Million FrauenGlarus: 0,0 Zentren je Million FrauenZug: 57,0 Zentren je Million FrauenFreiburg: 20,5 Zentren je Million FrauenSolothurn: 26,5 Zentren je Million FrauenBasel-Stadt: 121,2 Zentren je Million FrauenBasel-Landschaft: 0,0 Zentren je Million FrauenSchaffhausen: 0,0 Zentren je Million FrauenAppenzell Ausserrhoden: 0,0 Zentren je Million FrauenAppenzell Innerrhoden: 0,0 Zentren je Million FrauenSt. Gallen: 55,2 Zentren je Million FrauenGraubünden: 39,6 Zentren je Million FrauenAargau: 10,0 Zentren je Million FrauenThurgau: 25,3 Zentren je Million FrauenTessin: 48,6 Zentren je Million FrauenWaadt: 16,2 Zentren je Million FrauenWallis: 0,0 Zentren je Million FrauenNeuenburg: 0,0 Zentren je Million FrauenGenf: 25,1 Zentren je Million FrauenJura: 0,0 Zentren je Million Frauen14121313121414213,76,114144,738192119254030302814554049160
  • kein Zentrum
  • unter 10
  • 10 bis unter 20
  • 20 bis unter 30
  • 30 bis unter 50
  • 50 und mehr
Alle Werte als Tabelle
RegionZentrenFrauen 25 bis 44je Million
Basel-Stadt Schweiz433.002121,2
Zug Schweiz117.53657,0
St. Gallen Schweiz472.41555,2
Tessin Schweiz241.15048,6
Schwyz Schweiz121.31046,9
Salzburg Österreich375.56739,7
Graubünden Schweiz125.23839,6
Vorarlberg Österreich253.28537,5
Luzern Schweiz261.36232,6
Kärnten Österreich266.57030,0
Burgenland Österreich133.53429,8
Zürich Schweiz7246.69628,4
Hamburg Deutschland8290.08527,6
Solothurn Schweiz137.78926,5
Thurgau Schweiz139.53525,3
Genf Schweiz279.73825,1
Steiermark Österreich4159.83225,0
Bremen Deutschland295.23021,0
Berlin Deutschland12579.21520,7
Oberösterreich Österreich4194.27620,6
Freiburg Schweiz148.80120,5
Niederösterreich Österreich4206.49619,4
Tirol Österreich2104.30519,2
Saarland Deutschland2118.78716,8
Waadt Schweiz2123.22116,2
Wien Österreich5319.66215,6
Schleswig-Holstein Deutschland5346.24114,4
Bayern Deutschland241.684.04014,3
Baden-Württemberg Deutschland201.417.41714,1
Bern Schweiz2141.38114,1
Sachsen-Anhalt Deutschland3218.79313,7
Sachsen Deutschland6445.77913,5
Nordrhein-Westfalen Deutschland302.253.99113,3
Hessen Deutschland10794.83712,6
Rheinland-Pfalz Deutschland6494.83412,1
Niedersachsen Deutschland11951.37811,6
Aargau Schweiz199.67510,0
Mecklenburg-Vorpommern Deutschland1163.7496,1
Thüringen Deutschland1213.6934,7
Brandenburg Deutschland1270.4543,7
Uri Schweiz04.5580,0
Obwalden Schweiz04.8310,0
Nidwalden Schweiz05.4320,0
Glarus Schweiz05.3570,0
Basel-Landschaft Schweiz036.9100,0
Schaffhausen Schweiz011.5780,0
Appenzell Ausserrhoden Schweiz06.9210,0
Appenzell Innerrhoden Schweiz02.0090,0
Wallis Schweiz049.6790,0
Neuenburg Schweiz023.8120,0
Jura Schweiz08.8550,0
Quellen: D·I·R-Mitgliedszentren, Stand September 2026; Vertragskrankenanstalten des IVF-Fonds, Stand September 2026; IVF-Zentren laut FIVNAT-Liste der SGRM, abgerufen 04.10.2026. Frauen von 25 bis 44 Jahren: Destatis (31.12.2025), Statistik Austria (01.01.2026), BFS (31.12.2025). Eigene Berechnung. Karte: © GeoBasis-DE / BKG (2026), dl-de/by-2-0, vereinfacht; Österreich: Statistik Austria; Schweiz: swisstopo. Stand Oktober 2026. Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Fertilio Kinderwunsch-Statistik.
Bild (PNG) Hochformat Daten (CSV)

Die Dichte sagt nichts über die Qualität einzelner Zentren und auch nicht, wo Paare tatsächlich behandelt werden. Paare können sich auch in einem anderen Bundesland oder im Nachbarland behandeln lassen, aus Brandenburg etwa in Berlin. Die Zählweise unterscheidet sich je Land: In Deutschland zählen die Einträge der D·I·R-Mitgliederliste (Standorte einzeln), in Österreich die Vertragskrankenanstalten des IVF-Fonds (Zentren ohne Fonds-Vertrag fehlen), in der Schweiz die FIVNAT-Liste der SGRM. Kinderwunschzentren in deiner Nähe findest du im Klinikfinder. Dort stehen mehr Einträge, weil auch Praxen und Standorte aufgeführt sind, die nicht Mitglied im Register sind.

Jedes 32. Kind in Deutschland nach IVF, ICSI oder Kryotransfer

Für das Jahr 2023 hat das Deutsche IVF-Register 21.673 Kinder nach IVF, ICSI oder dem Transfer eingefrorener Embryonen dokumentiert. Im selben Jahr wurden in Deutschland 692.989 Kinder lebend geboren. Das entspricht rund 3,1 Prozent, also etwa jedem 32. Kind. Es ist eine Annäherung: Das Register zählt die Kinder aus den Behandlungen eines Jahres, ein Teil davon kommt erst im Folgejahr zur Welt. Außerdem waren für 2023 nur 94,9 Prozent der Schwangerschaftsausgänge dokumentiert. Seit 1997 hat das Register 433.858 Kinder nach IVF, ICSI oder Kryotransfer erfasst.

Kinder nach IVF, ICSI und Kryotransfer in Deutschland

Pro Jahr, 1997 bis 2023. Zuletzt 21.673 Kinder, rund jedes 32. Kind.

010.00020.00030.0001997: 6.57719971998: 9.2111999: 10.11619992000: 10.1582001: 12.41320012002: 13.9872003: 18.87720032004: 10.5002005: 10.70320052006: 11.0952007: 12.67020072008: 12.8342009: 13.39220092010: 13.0242011: 14.81920112012: 15.3432013: 18.05120132014: 19.9792015: 20.94920152016: 20.7542017: 21.70920172018: 22.1562019: 23.30020192020: 22.9042021: 24.41420212022: 22.2502023: 21.673202321.673
Quelle: Deutsches IVF-Register (D·I·R), Jahrbuch 2024, Kinder nach Behandlungsjahr. Anteil an allen Lebendgeborenen 2023: Destatis, eigene Berechnung. Stand Oktober 2026. Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Fertilio Kinderwunsch-Statistik.
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Der Anteil der Zwillinge ist stark gesunken. 1997 war mehr als jedes vierte Kind nach IVF oder ICSI ein Zwilling (1.902 von 6.577), 2023 war es jedes siebte (3.132 von 21.673). Der Grund: Heute werden weniger Embryonen übertragen, im Frischzyklus 1997 im Schnitt 2,56, 2023 nur noch 1,36 (D·I·R 2024). In der Schweiz liegt der Anteil der Kinder nach IVF mit 3,2 Prozent (2024) ähnlich hoch wie in Deutschland. Österreich weist keinen vergleichbaren Anteil aus.

IVF-Behandlungen pro Jahr: Rekord 2024 nach dem Einbruch 2004

2024 haben die Zentren in Deutschland 131.801 auswertbare (plausible) Behandlungszyklen gemeldet, so viele wie nie. Dokumentiert waren insgesamt 134.281. Behandelt wurden 69.890 Frauen, im Schnitt mit 1,9 Zyklen. 1997 waren es noch 30.676 Zyklen.

Behandlungszyklen in Deutschland pro Jahr

IVF, ICSI und Kryotransfer, 1997 bis 2024. Einbruch 2004 nach der Gesundheitsreform, 2024 Rekord mit 131.801.

050.000100.000150.0001997: 30.67619971998: 45.4591999: 58.3882000: 61.53120002001: 73.8192002: 87.0442003: 105.85420032004: 59.4482005: 56.2322006: 59.29520062007: 65.3162008: 69.9022009: 72.98420092010: 75.0562011: 78.9222012: 77.36820122013: 83.4332014: 88.3832015: 96.12420152016: 100.7542017: 100.7302018: 104.38420182019: 110.1052020: 109.6642021: 121.06120212022: 122.4642023: 126.0332024: 131.8012024131.801
Quelle: Deutsches IVF-Register (D·I·R), Jahrbücher 1997 bis 2024, plausible Behandlungszyklen, je Jahr der zuletzt veröffentlichte Wert. Stand Oktober 2026. Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Fertilio Kinderwunsch-Statistik.
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Der tiefe Einschnitt 2004 hat einen politischen Grund. Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) zahlen die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 1. Januar 2004 nur noch die Hälfte der Kosten (§ 27a SGB V), das Register sah darin den Grund für den Einbruch (D·I·R 2004). Die Zahl der Zyklen fiel im selben Jahr um 44 Prozent, von 105.854 auf 59.448. Erst 2019 lag sie wieder über dem Stand von 2003. Was die Kasse heute zahlt und welche Kassen mehr übernehmen, zeigt unser Krankenkassen-Vergleich.

Die Chance pro Transfer sinkt ab Mitte 30 deutlich

Bei Frauen von 30 bis 34 Jahren führte 2023 gut jeder dritte Embryotransfer im Frischzyklus zu einer klinischen Schwangerschaft (36 bis 39 Prozent), bei 26 bis 28 Jahren waren es mehr als 40 Prozent. Mit 38 Jahren waren es 28,1 Prozent, mit 40 Jahren 23,1 Prozent, mit 42 Jahren 15,4 Prozent und mit 44 Jahren 7,8 Prozent. Ab 45 Jahren lag die Rate bei 4,6 Prozent, von 462 Transfers endeten zwei mit einer Geburt.

Klinische Schwangerschaft pro Embryotransfer nach Alter

Frischzyklen mit IVF und ICSI, Deutschland 2023. Mit 30 Jahren 38,3 %, mit 40 Jahren 23,1 %.

0 %10 %20 %30 %40 %50 %≤242526272829303132333435363738394041424344≥45pro Transfer, ≤24: 42,9 %pro Transfer, 25: 38,9 %pro Transfer, 26: 45,2 %pro Transfer, 27: 42,4 %pro Transfer, 28: 43,4 %pro Transfer, 29: 40,9 %pro Transfer, 30: 38,3 %pro Transfer, 31: 38,7 %pro Transfer, 32: 38,3 %pro Transfer, 33: 36,3 %pro Transfer, 34: 37,9 %pro Transfer, 35: 35,4 %pro Transfer, 36: 32,0 %pro Transfer, 37: 31,5 %pro Transfer, 38: 28,1 %pro Transfer, 39: 25,8 %pro Transfer, 40: 23,1 %pro Transfer, 41: 20,3 %pro Transfer, 42: 15,4 %pro Transfer, 43: 12,0 %pro Transfer, 44: 7,8 %pro Transfer, ≥45: 4,6 %pro Transfer
Quelle: Deutsches IVF-Register (D·I·R), Jahrbuch 2024, Frischzyklen 2023 nach Lebensjahr. Die Geburtenrate pro Transfer liegt jeweils darunter. Stand Oktober 2026. Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Fertilio Kinderwunsch-Statistik.
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Die Werte gelten pro Transfer, nicht pro Paar. Über mehrere Transfers steigen die Chancen: Bei Frauen, deren erste Eizellentnahme in die Jahre 2018 bis 2022 fiel, nicht als Freeze All endete und bei der zusätzlich eingefroren wurde, endeten 30,0 Prozent schon im Frischzyklus mit einer Geburt, nach weiteren Auftauzyklen insgesamt 54,8 Prozent (D·I·R 2024). Das betrifft gut ein Drittel (36,8 Prozent) dieser ersten Eizellentnahmen, für alle Behandelten gilt der Wert nicht. Deine persönliche Chance nach Alter, AMH und Behandlung schätzt der IVF-Rechner auf Basis derselben Registerdaten.

Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vergleich

Gemessen an der Zahl der Frauen zwischen 25 und 44 Jahren wird in Österreich am häufigsten behandelt: 16,3 Behandlungen mit IVF, ICSI oder Kryotransfer je 1.000 Frauen, in Deutschland 12,7 und in der Schweiz 10,1. Die Finanzierung unterscheidet sich stark. In Österreich übernimmt der IVF-Fonds 70 Prozent der Kosten, wenn eine anerkannte Indikation vorliegt, die Frau unter 40 und der Mann unter 50 Jahre alt ist (höchstens vier Versuche, nur in Vertragszentren). In Deutschland zahlt die gesetzliche Krankenkasse verheirateten Paaren die Hälfte für bis zu drei Versuche (Frau 25 bis 39, Mann 25 bis 49 Jahre, § 27a SGB V). In der Schweiz zahlt die Grundversicherung keine IVF, nur Inseminationen.

Kinderwunschbehandlungen je 1.000 Frauen von 25 bis 44 Jahren

IVF und ICSI inklusive Kryotransfer, 2024. Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vergleich.

Deutschland12,7Österreich16,3Schweiz10,1
LandBehandlungen 2024je 1.000 FrauenBehandelte Frauen je 1.000Ø Alter der FrauKinder nach IVFKostenübernahme
Deutschland131.80112,76,735,73,1 % (2023, Annäherung)Gesetzliche Krankenkasse 50 %, nur Ehepaare, bis drei Versuche, Frau 25 bis 39, Mann 25 bis 49 Jahre
Österreich19.80916,38,634,1 (ICSI im IVF-Fonds)nicht vergleichbar ausgewiesenIVF-Fonds 70 %, Frau unter 40, Mann unter 50 Jahre, anerkannte Indikation, bis vier Versuche
Schweiz12.57310,15,336,83,2 % (2024, Annäherung)Grundversicherung nur Insemination, IVF selbst bezahlt
Quellen: D·I·R-Jahrbuch 2024, Destatis (31.12.2024); Gesundheit Österreich GmbH, Bericht nach § 21 FMedG 2024 und IVF-Register 2024, Statistik Austria (1.1.2025); Bundesamt für Statistik 2024, Bundesamt für Gesundheit. Eigene Berechnung, Zählweisen unterscheiden sich (siehe Methodik). Stand Oktober 2026. Lizenz CC BY 4.0, Quelle: Fertilio Kinderwunsch-Statistik.
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Frauen in der Schweiz sind bei der Behandlung im Schnitt 36,8 Jahre alt, in Deutschland 35,7 Jahre. Für Österreich gibt es nur Werte für den IVF-Fonds, der nur Behandlungen von Frauen unter 40 Jahren mitfinanziert: 34,1 Jahre bei ICSI und 33,8 Jahre bei IVF. Die Zählweisen der drei Länder unterscheiden sich, Details stehen in der Methodik.

Methodik

  • Deutschland: Behandlungszyklen, Kinder, Alter und Schwangerschaftsraten aus dem D·I·R-Jahrbuch 2024 (Datenstand 16.04.2025) und, für die Zeitreihen, aus den Jahrbüchern 1997 bis 2023. Das Register überarbeitet Vorjahreswerte, wir nutzen je Jahr den zuletzt veröffentlichten Wert. Zentren laut Mitgliederliste des D·I·R (Stand September 2026), Geburten und Bevölkerung von Destatis.
  • Österreich: IVF- und ICSI-Anwendungen 2024 aus dem Bericht nach § 21 Fortpflanzungsmedizingesetz (alle Behandlungen inklusive privat bezahlter, ohne Insemination), Durchschnittsalter aus dem IVF-Register 2024 des IVF-Fonds, Zentren laut Liste der Vertragskrankenanstalten des IVF-Fonds (Sozialministerium, Stand September 2026), Bevölkerung von Statistik Austria.
  • Schweiz: Behandlungszyklen, behandelte Frauen, Kinder und Alter vom Bundesamt für Statistik (2024), Anteil der Kinder nach IVF vom Bundesamt für Gesundheit, Zentren laut FIVNAT-Liste der SGRM (das Bundesamt für Gesundheit nennt rund 28 Zentren), Bevölkerung vom Bundesamt für Statistik.
  • Ländervergleich: Deutschland zählt plausible Behandlungszyklen, Österreich Anwendungen, die Schweiz begonnene Zyklen, jeweils mit Kryotransfers und ohne Insemination. Die deutsche Zahl enthält auch 6.465 Zyklen, in denen nur unbefruchtete Eizellen eingefroren wurden (darunter Social Freezing und Fertilitätsprotektion), sowie 5.358 vor der Eizellbehandlung oder dem Auftauen abgebrochene Zyklen. Der österreichische Bericht zählt Abbrüche erst nach der Befruchtung. Ohne diese beiden Gruppen käme Deutschland auf 11,6 statt 12,7 Behandlungen je 1.000 Frauen.
  • Eigene Berechnungen: Anteile und Werte je 1.000 bzw. je Million Frauen haben wir selbst berechnet. Frauen von 25 bis 44 Jahren sind die Summe der amtlichen Einzelaltersjahre. Für die Karte gelten die neuesten Bevölkerungsstände (31.12.2025 bzw. 1.1.2026), für den Ländervergleich die Stände, die zum Behandlungsjahr 2024 passen.
  • Karte: Grenzen vereinfacht. Deutschland © GeoBasis-DE / BKG (2026), Lizenz dl-de/by-2-0, Österreich nach Statistik Austria, Schweiz © swisstopo.

Grafiken und Daten nutzen

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So zitierst du die Daten: Fertilio Kinderwunsch-Statistik, Stand Oktober 2026, https://fertilio.de/kinderwunsch-statistik/ (Daten: Deutsches IVF-Register, Destatis, Gesundheit Österreich GmbH, Sozialministerium, Statistik Austria, Bundesamt für Statistik, Bundesamt für Gesundheit, SGRM/FIVNAT).

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Häufige Fragen

Wie viele Kinder kommen in Deutschland nach einer künstlichen Befruchtung zur Welt?

Für 2023 hat das Deutsche IVF-Register 21.673 Kinder nach IVF, ICSI oder Kryotransfer dokumentiert. Das sind rund 3,1 Prozent aller Lebendgeborenen in Deutschland, etwa jedes 32. Kind. Seit 1997 sind 433.858 Kinder im Register erfasst.

Wie viele IVF-Behandlungen gibt es in Deutschland pro Jahr?

2024 wurden 131.801 plausible Behandlungszyklen gemeldet (134.281 dokumentiert), so viele wie nie zuvor. Behandelt wurden 69.890 Frauen, im Schnitt mit 1,9 Zyklen pro Frau.

Wie viele Frauen bekommen nach einer IVF ein Kind?

Bei Frauen mit einer ersten Eizellentnahme 2018 bis 2022, bei der zusätzlich eingefroren wurde, endeten 54,8 Prozent nach dem Frischzyklus und weiteren Auftauzyklen mit einer Geburt (D·I·R 2024). Der Wert gilt nur für diese Gruppe, gut ein Drittel der ersten Eizellentnahmen. Pro Transfer sinkt die Chance mit dem Alter deutlich, siehe Grafik oben.

Wie alt sind Frauen bei einer Kinderwunschbehandlung?

In Deutschland im Schnitt 35,7 Jahre, die Partner 38,3 Jahre (2024). In der Schweiz sind Frauen bei einer IVF im Schnitt 36,8 Jahre alt.

Wie viele Kinderwunschzentren gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

In Deutschland sind 142 Kinderwunschzentren Mitglied im Deutschen IVF-Register (Stand September 2026, Standorte einzeln gezählt). In Österreich haben 27 Krankenanstalten einen Vertrag mit dem IVF-Fonds (Stand September 2026), nach dem Fortpflanzungsmedizingesetz zugelassen sind 36, in 33 davon wurde 2024 und 2025 behandelt. In der Schweiz führt die FIVNAT-Liste der SGRM 32 IVF-Zentren auf, das Bundesamt für Gesundheit spricht von rund 28.

Was ist das Deutsche IVF-Register?

Das Deutsche IVF-Register (D·I·R) sammelt die Behandlungsdaten der deutschen Kinderwunschzentren zu IVF, ICSI und Kryotransfer. Es veröffentlicht jedes Jahr ein Jahrbuch mit Zyklen, Schwangerschafts- und Geburtenraten. 142 Zentren sind Mitglied (Stand September 2026).

Wie hoch ist die Chance auf eine Schwangerschaft pro Transfer?

Im Frischzyklus lag die klinische Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer 2023 bei Frauen um 30 bei rund 38 Prozent, mit 40 Jahren bei 23,1 Prozent und mit 44 Jahren bei 7,8 Prozent. Die Rate für eine Geburt liegt jeweils darunter.

Bei wem liegt die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch?

Bei 38 Prozent der IVF- und ICSI-Behandlungen in Deutschland lag die Ursache 2024 allein beim Mann, bei 26 Prozent bei beiden Partnern und bei 24 Prozent allein bei der Frau (D·I·R 2024).

Quellen