Vitamine bei Kinderwunsch? Eines brauchst du auf jeden Fall: Folsäure. 400 Mikrogramm täglich, am besten ab dem Kinderwunsch und spätestens vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft. Das ist keine Meinung. Das ist medizinischer Konsens. In Studien senkte Folsäure das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Kind um rund 70 % (Cochrane 2015).
Ab der Schwangerschaft empfiehlt Gesund ins Leben zusätzlich ein Jodpräparat und 200 mg der Omega-3-Fettsäure DHA, über Fisch oder ersatzweise als Präparat (Gesund ins Leben 2026). Alles andere? Da wird es komplizierter.
Die Regale in der Apotheke sind voll mit Kinderwunsch-Präparaten für 30 bis 60 Euro pro Monatspackung. Folsäure enthalten die meisten. Viele enthalten aber deutlich mehr Stoffe und höhere Mengen als empfohlen, oft auch mehr, als das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für Nahrungsergänzungsmittel vorschlägt (Verbraucherzentrale 2025). Hier der Überblick.
Die Pflicht: Folsäure
Folsäure (Vitamin B9) ist das einzige Supplement, das offizielle Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz allen Frauen mit Kinderwunsch empfehlen (Gesund ins Leben 2026, Richtig essen von Anfang an 2025, BLV): 400 µg täglich bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche. Statt Folsäure geht auch eine gleichwertige Menge anderer Folate wie Methylfolat. 800 µg sind nur vorgesehen, wenn du später als vier Wochen vor der Empfängnis beginnst. Bei Übergewicht gilt dieselbe Dosis (Gesund ins Leben 2026, NICE NG247).
Warum? Dein Körper braucht Folsäure für die Zellteilung und DNA-Synthese. Das Neuralrohr des Embryos schließt sich normalerweise schon vier Wochen nach der Empfängnis, oft bevor du überhaupt weißt, dass du schwanger bist (Gesund ins Leben 2026). Ohne ausreichend Folat steigt das Risiko für Spina bifida und andere Neuralrohrdefekte.
Trotzdem nehmen in Deutschland nur etwa 40 % der Schwangeren Folsäure zur richtigen Zeit und in der richtigen Dosis (Gesund ins Leben 2026). Nach einer früheren Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt oder bei anderen Risikofaktoren kann eine höhere Dosis nötig sein, die ärztlich festgelegt wird. Die britische Leitlinie nennt dafür 5 mg täglich (NICE NG247).
Kosten: Folsäure allein gibt es für wenige Euro im Monat. Das günstigste und wichtigste Supplement. Welche Form, welches Timing und was bei der MTHFR-Genvariante gilt, steht im Ratgeber Folsäure bei Kinderwunsch.
Die Kür: Nahrungsergänzung bei Kinderwunsch im Überblick
Bei allem außer Folsäure hängt die Empfehlung an Bedingungen: an die Schwangerschaft, an einen nachgewiesenen Mangel oder an eine Kinderwunschbehandlung. Für orale Antioxidantien sieht ein Cochrane-Review bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen nur begrenzte Belege (Cochrane 2020). Bei der künstlichen Befruchtung rät die europäische Fachgesellschaft ESHRE von einer Antioxidantien-Therapie ab, weil verlässliche Belege für mehr Geburten fehlen (ESHRE 2023).
| Supplement | Evidenz | Empfehlung | Dosierung | Kosten/Monat |
|---|---|---|---|---|
| Folsäure | Sehr stark | Pflicht ab Kinderwunsch | 400 µg (800 µg bei spätem Start) | 1 bis 2 € |
| Jod | Für die Zeit vor der Schwangerschaft unzureichend (Gesund ins Leben 2026) | Bei Kinderwunsch jodreich essen, Präparat ab der Schwangerschaft, bei Schilddrüsenerkrankung ärztlich abklären | 100 bis 150 µg in der Schwangerschaft | ca. 2,40 € zusammen mit Folsäure (8 Cent pro Tag, Verbraucherzentrale 2025) |
| DHA (Omega-3) | Für die Kinderwunschphase keine eigene Empfehlung | In der Schwangerschaft empfohlen (Gesund ins Leben 2026) | 200 mg DHA in der Schwangerschaft, über Fisch 1- bis 2-mal pro Woche oder Präparat | k. A. |
| Vitamin D | Nutzen einer generellen Einnahme ungewiss (Gesund ins Leben 2026) | Nur bei zu wenig Eigenbildung über die Haut | 20 µg (800 IE), mehr nur bei Mangel nach ärztlicher Rücksprache | 3 bis 5 € |
| Coenzym Q10 | Begrenzt | Nutzen nicht belegt, bei künstlicher Befruchtung rät die ESHRE von Antioxidantien ab (ESHRE 2023) | Nahrungsergänzung in DE bis 100 mg | 15 bis 30 € |
| DHEA | Gering | Nicht empfohlen (ESHRE 2025) | Keine Selbstmedikation | k. A. |
| Myo-Inositol | Sehr niedrig (PCOS-Leitlinie 2023) | Experimentell, nicht als Fruchtbarkeitstherapie empfohlen | Keine Dosierempfehlung | k. A. |
| Eisen | Nutzen nur bei Mangel | Nur nach im Labor festgestelltem Mangel (Gesund ins Leben 2026) | Präparate laut BfR-Vorschlag höchstens 6 mg, Therapie ärztlich | k. A. |
| Vitamin E | Schwach | Optional, Nutzen nicht belegt | Präparate laut BfR-Vorschlag höchstens 30 mg | 5 bis 10 € |
| Zink | Schwach | Optional | Nahrungsergänzung laut BfR höchstens 6,5 mg | 3 bis 5 € |
| Maca | Sehr schwach | Nicht empfohlen | k. A. | k. A. |
| Mönchspfeffer | Kaum Daten | Nutzen für eine Schwangerschaft nicht belegt, nicht in der Schwangerschaft | k. A. | 8 bis 15 € |

Jod bei Kinderwunsch: Ernährung, Tabletten, Schilddrüse
Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei (VO (EU) 432/2012). In der Schwangerschaft steigt der Bedarf: Die Referenzwerte der Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland und Österreich (DGE und ÖGE) liegen bei 150 µg pro Tag für Erwachsene und 220 µg für Schwangere (DGE 2025).
Viele Frauen kommen nicht auf diese Werte. In einer bundesweiten Erhebung (DEGS1, 2008 bis 2011) nahmen Frauen von 18 bis 29 Jahren im Median 99,5 µg Jod pro Tag auf, Frauen von 30 bis 39 Jahren 114,4 µg (Gesund ins Leben 2026).
In der Schwangerschaft: Gesund ins Leben empfiehlt Schwangeren, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung über die ganze Schwangerschaft täglich ein Präparat mit 100 bis 150 µg Jod zu nehmen, dazu Jodsalz im Haushalt. Die Empfehlung ist etwas schwächer formuliert als bei Folsäure („sollten“ statt „sollen“). Die Mutterschafts-Richtlinie hält in der Schwangerschaft zusätzlich 100 bis 200 µg pro Tag für notwendig (Gesund ins Leben 2026).
Bei Kinderwunsch: Ob die Jodtablette schon vor der Empfängnis beginnen soll, wird diskutiert. Gesund ins Leben hält die Datenlage dafür für unzureichend und setzt bei Kinderwunsch auf jodreiche Ernährung: regelmäßig Fisch und Milchprodukte, im Haushalt nur Jodsalz, Brot und Fleischwaren bevorzugt mit Jodsalz. Der Arbeitskreis Jodmangel empfiehlt dagegen schon bei Kinderwunsch 100 bis 150 µg täglich, für Frauen ohne Schilddrüsenerkrankung (Grossklaus 2026). Die Quellen sind sich hier also nicht einig.
| Stelle | Empfehlung zu Jod |
|---|---|
| Gesund ins Leben, Deutschland (2026) | Bei Kinderwunsch jodreich essen. In der Schwangerschaft täglich 100 bis 150 µg als Präparat, dazu Jodsalz |
| Arbeitskreis Jodmangel (Grossklaus 2026) | 100 bis 150 µg täglich schon bei Kinderwunsch, für Frauen ohne Schilddrüsenerkrankung. Gesamtzufuhr höchstens 600 µg pro Tag |
| DGE, Deutschland | Für Schwangere und Stillende Jodtabletten mit 100 (bis 150) µg pro Tag nach ärztlicher Absprache |
| BfR, Deutschland (2025) | Präparate höchstens 100 µg pro Tagesdosis, für Schwangere und Stillende 150 µg. Keine eigene Kategorie für Kinderwunsch |
| gesundheit.gv.at, Österreich | In der Schwangerschaft jodiertes Speisesalz, Meeresfisch und Milchprodukte. Jodpräparate immer ärztlich besprechen, keine feste Dosis |
| BLV, Schweiz | Jodreich essen. Ob zusätzlich Jodtabletten nötig sind, schon bei Kinderwunsch frauenärztlich besprechen, keine feste Dosis |
Jod und Schilddrüse
Hast du eine Schilddrüsenerkrankung, sprich vor einer Jodtablette mit deiner Ärztin oder deinem Arzt (Gesund ins Leben 2026). Bei Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow ist eine jodreiche Ernährung im Rahmen der Referenzwerte, auch mit Jodsalz, laut Gesund ins Leben in der Regel unproblematisch. Für Tabletten gilt trotzdem: vorher abklären.
Bei autonomen Knoten in der Schilddrüse löst Jod eine Überfunktion laut BfR in der Regel erst in unphysiologisch hohen Dosen aus. Riskant sind vor allem getrocknete Algen- und Tangpräparate und mehrere jodhaltige Präparate gleichzeitig (BfR 2021). Die Gesamtzufuhr sollte 600 µg pro Tag nicht überschreiten, das ist die Obergrenze der EFSA (Gesund ins Leben 2026).
Prüfe deshalb, ob dein Kinderwunsch-Präparat schon Jod enthält, bevor du eine Jodtablette dazunimmst.
Omega-3 bei Kinderwunsch: was für DHA gilt
Bei Omega-3 geht es in der Schwangerschaft vor allem um eine Fettsäure: DHA (Docosahexaensäure). Schwangere sollen laut Gesund ins Leben täglich 200 mg DHA aufnehmen, über fettreichen Meeresfisch 1- bis 2-mal pro Woche oder ersatzweise über ein Präparat (Gesund ins Leben 2026).
Für die Kinderwunschzeit selbst formuliert Gesund ins Leben keine eigene DHA-Empfehlung. Höhere Mengen nennt das Netzwerk nur mit Verweis auf eine internationale Leitlinie: Schwangeren, die bis zum Beginn der Schwangerschaft wenig EPA und DHA aufgenommen haben, empfiehlt sie etwa 600 bis 1.000 mg EPA plus DHA pro Tag, um das Risiko für Frühgeburten zu senken. Für die Zeit vor der Schwangerschaft ist das keine Empfehlung, die Standardempfehlung bleibt 200 mg DHA in der Schwangerschaft (Gesund ins Leben 2026).
Zur Sicherheit: DHA allein gilt laut EFSA bis 1 g pro Tag als unbedenklich, EPA und DHA zusammen bis 5 g (Gesund ins Leben 2026).
Wer vegetarisch oder vegan lebt, soll DHA in der Schwangerschaft ergänzen (Gesund ins Leben 2026). Bei Männern verbesserten Omega-3-Fettsäuren die Spermienwerte in einer Metaanalyse nicht, allerdings lagen dazu nur wenige kleine Studien vor (Michaelsen 2025).
Vitamin D bei Kinderwunsch: wann ein Präparat sinnvoll ist
Laut Robert Koch-Institut ist im Winter rund die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland (52 %) mangelhaft mit Vitamin D versorgt, über 80 % erreichen dann keine ausreichenden Werte (RKI 2016).
Ob du ein Präparat brauchst, hängt vor allem davon ab, wie viel Vitamin D deine Haut selbst bildet. Laut Gesund ins Leben reicht es dafür, Gesicht, Hände und Arme 2- bis 3-mal pro Woche unbedeckt und ohne Sonnenschutz in die Sonne zu halten, für die Hälfte der Zeit, nach der du sonst einen Sonnenbrand bekämst. Einen Sonnenbrand solltest du vermeiden. Im Winter reicht die Sonne in Deutschland dafür nicht, dann greift der Körper auf seine Speicher zurück.
Schwangeren, die selten draußen sind, ihre Haut weitgehend bedecken oder dunkle Haut haben, empfiehlt Gesund ins Leben täglich 20 µg (800 IE). Den Nutzen einer generellen Einnahme in der Schwangerschaft hält das Netzwerk für ungewiss, weil die Studien sehr unterschiedlich sind (Gesund ins Leben 2026). Einen eigenen Wert für die Kinderwunschzeit gibt es nicht: Die 20 µg bei fehlender Eigenbildung gelten für alle, unabhängig von Kinderwunsch oder Schwangerschaft (Verbraucherzentrale 2025). In der Schweiz zählt das BLV Vitamin D neben Folsäure zu den Ausnahmen, die sich auch mit ausgewogener Ernährung nicht ausreichend decken lassen (BLV).
Ein sinnvoller Weg, wenn du unsicher bist: Lass deinen Vitamin-D-Spiegel messen (Bluttest, 25 bis 35 Euro als Selbstzahlerleistung). Wünschenswert ist laut Gesund ins Leben ein 25(OH)D-Spiegel von mindestens 50 nmol/l. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt 20 µg (800 IE) pro Tag als Schätzwert, wenn der Körper selbst kein Vitamin D bildet. Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens diese Menge pro Tagesdosis vor (BfR 2024).
Bei einem nachgewiesenen Mangel legt deine Ärztin oder dein Arzt die Dosis fest. Mehr als 4.000 IE (100 µg) pro Tag sollten es auf Dauer nicht sein, das ist die von der EFSA festgelegte Obergrenze. Präparate ab dieser Menge gehören laut Gesund ins Leben unter ärztliche Kontrolle.
Q10 bei Kinderwunsch: was zur Eizellqualität bekannt ist
Q10 ist ein Bestandteil der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen, und wird vom Körper selbst gebildet. Deshalb wird diskutiert, ob zusätzliches Q10 die Eizellen unterstützen kann.
Eine randomisierte Studie aus 2018 mit jungen Frauen (unter 35) mit verminderter Eizellreserve zeigte: Wer 60 Tage vor einer IVF-Behandlung täglich 600 mg Q10 einnahm, hatte mehr gewonnene Eizellen und mehr Embryonen guter Qualität (Xu 2018). Schwangerschaften und Geburten waren in der Studie nicht signifikant häufiger. In großen Studien bestätigt ist der Effekt bisher nicht.
Die ESHRE rät bei der künstlichen Befruchtung generell von Antioxidantien ab, weil verlässliche Belege für mehr Geburten fehlen (ESHRE 2023). Q10 gehört zu den Antioxidantien, die der Cochrane-Review bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen ausgewertet hat (Cochrane 2020).
Was heißt das für dich? Für gesunde Frauen ist ein Nutzen laut BfR nicht belegt. Nahrungsergänzungsmittel dürfen in Deutschland bis zu 100 mg Q10 pro Tag enthalten und tragen den Hinweis, dass sie nicht für Schwangere geeignet sind. Höhere Dosen wie in der Studie nimm nicht auf eigene Faust, sondern nur nach Rücksprache mit deiner Kinderwunschpraxis, vor allem wenn du Blutdrucksenker oder Gerinnungshemmer einnimmst. Kostet 15 bis 30 Euro im Monat.
DHEA: von der ESHRE nicht empfohlen
DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein Hormonvorläufer, kein Nahrungsergänzungsmittel. Lange galt es als Hoffnung bei geringer Eizellreserve (niedriger AMH, wenige Antralfollikel). Die Europäische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (ESHRE) rät in ihrer Leitlinie von 2025 aber davon ab, DHEA vor oder während einer Hormonstimulation einzunehmen, bei geringer wie bei normaler Reserve (ESHRE 2025, starke Empfehlung).
Nimm DHEA nicht auf eigene Faust. Es kann Akne, Haarausfall und Zyklusstörungen auslösen.
Myo-Inositol: vor allem bei PCOS untersucht, für die Fruchtbarkeit nicht belegt
Myo-Inositol steckt in manchen Kinderwunsch-Präparaten. Untersucht wurde es vor allem bei Frauen mit PCOS (neu auch PMOS genannt). Die internationale PCOS-Leitlinie stuft Inositol in jeder Form, allein oder kombiniert, bei PCOS und Kinderwunsch als experimentelle Therapie ein: Nutzen und Risiken sind zu unsicher für eine Empfehlung als Fruchtbarkeitstherapie (PCOS-Leitlinie 2023).
Die gemeinsame Leitlinie der Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hält die Daten zur Verbesserung der Fruchtbarkeit ebenfalls nicht für ausreichend (AWMF 015-085, 2026). Ein britischer Leitlinienentwurf geht weiter und nennt Inositol bei Fruchtbarkeitsproblemen nicht wirksam (NICE-Entwurf 2026).
Nebenwirkungen und Sicherheit von Inositol sind laut internationaler PCOS-Leitlinie nicht bekannt (PCOS-Leitlinie 2023), und Präparate können in Dosis, Qualität und Zusammensetzung schwanken. Eine zugelassene Gesundheitsangabe gibt es für Inositol nicht. Was die Studien im Einzelnen zeigen, steht im Ratgeber Myo-Inositol bei Kinderwunsch.
Eisen, Vitamin A und vegane Ernährung
Eisen: Laut Gesund ins Leben nur nach einem im Labor festgestellten Eisenmangel ergänzen, nicht routinemäßig. Auch ein zu hoher Eisenstatus der Mutter ist mit Frühgeburt, geringem Geburtsgewicht und Schwangerschaftsdiabetes verbunden. Für die Diagnose zählt nicht nur der Hämoglobinwert, sondern auch Ferritin, gegebenenfalls CRP und Transferrinsättigung (Gesund ins Leben 2026). Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 6 mg Eisen pro Tagesdosis vor, mit dem Hinweis, dass Schwangere Eisen nur nach ärztlicher Rücksprache nehmen sollten (BfR 2021).
Vitamin A: Schwangere sollen vor allem im ersten Drittel auf den häufigen Verzehr Vitamin-A-reicher Lebensmittel verzichten, besonders auf Leber. Vitamin-A-haltige Nahrungsergänzung nur nach ärztlicher Rücksprache (Gesund ins Leben 2026). Grund ist das Risiko fruchtschädigender Wirkungen. Das BfR schlägt vor, Nahrungsergänzungsmitteln entweder gar kein Vitamin A zuzusetzen oder höchstens 0,2 mg pro Tagesdosis (BfR 2021). Weil eine Schwangerschaft in den ersten Wochen oft unbemerkt bleibt, lohnt der Blick aufs Etikett schon bei Kinderwunsch.
Vegan oder vegetarisch: Wer vegan lebt und dabei bleiben will, soll laut Gesund ins Leben schon bei Kinderwunsch eine qualifizierte Ernährungs- und Supplementberatung nutzen, um Mängel vor der Empfängnis zu beheben. In der Schwangerschaft sollen Veganerinnen neben Jod und Folsäure auch Vitamin B12 und DHA ergänzen und ihre Versorgung ärztlich prüfen lassen, Vegetarierinnen zusätzlich DHA. Gesund ins Leben rät Veganerinnen außerdem, schon vor einer Schwangerschaft einen Wechsel zu einer vegetarischen, pescetarischen, flexitarischen oder gemischten Kost zu erwägen. Österreich und die Schweiz raten von veganer Ernährung in der Schwangerschaft ab (Richtig essen von Anfang an 2025, BLV).
Was in Kinderwunsch-Präparaten steckt
Wir haben Kinderwunsch-Präparate für Frauen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz angeboten werden, mit den offiziellen Empfehlungen für Folsäure, Jod, Vitamin D und DHA verglichen. Grundlage sind die Herstellerangaben pro Tagesdosis, jede Angabe wurde in einem zweiten Durchgang an der Quelle geprüft. Das Bild in Kürze:
- Folat in der empfohlenen Menge enthalten die meisten Präparate, manche mit Methylfolat statt Folsäure.
- Jod steckt in vielen Präparaten, in manchen aber gar nicht.
- 20 µg Vitamin D enthalten viele, mehr als diese vom BfR vorgeschlagene Höchstmenge nur wenige.
- DHA in der für Schwangere empfohlenen Menge liefern nur wenige.
- Viele enthalten Eisen, meist mehr, als das BfR für Nahrungsergänzungsmittel vorschlägt, obwohl Eisen nur bei nachgewiesenem Mangel empfohlen ist.
- Manche enthalten zusätzlich Coenzym Q10 oder Myo-Inositol.
Die Zahlen, die Tabelle und die Methodik stehen im Kinderwunsch-Präparate-Vergleich.
Unabhängig davon hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg 2023 die Zusammensetzung von 131 Präparaten für Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit geprüft. Nur zwei davon enthielten ausschließlich Folsäure und Jod. Beim größten Teil lagen die Mengen über den Höchstmengenvorschlägen des BfR oder über den Referenzwerten für die gesamte Tageszufuhr, auch bei Produkten für Männer mit Kinderwunsch. Die Verbraucherzentralen nennen das ein falsches Prinzip „viel hilft viel“ (Verbraucherzentrale 2025).
Gesundheitsangaben auf der Packung richtig lesen
Auf Kinderwunsch-Präparaten stehen oft Sätze wie „unterstützt die Fruchtbarkeit“. Solche allgemeinen Versprechen sind nach EU-Recht nur zusammen mit einer zugelassenen, konkreten Angabe erlaubt. Für Kinderwunsch-Präparate sind vor allem diese einschlägig:
- Folsäure: „Die ergänzende Aufnahme von Folsäure erhöht bei Schwangeren den Folatspiegel. Ein niedriger Folatspiegel ist bei Schwangeren ein Risikofaktor für die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim heranwachsenden Fötus.“ Erlaubt nur ab 400 µg Folsäure pro Tagesdosis und mit dem Hinweis, dass die Wirkung bei 400 µg täglich ab mindestens einem Monat vor bis drei Monate nach der Empfängnis eintritt (VO (EU) 1135/2014).
- Folat: „Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei“ (VO (EU) 432/2012).
- DHA: „Die Aufnahme von Docosahexaensäure (DHA) durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung des Gehirns beim Fötus und beim gestillten Säugling bei.“ Eine entsprechende Angabe gibt es für die Augen. Erlaubt nur, wenn das Produkt mindestens 200 mg DHA pro Tag liefert, und nur mit dem Hinweis, dass die Wirkung bei täglich 200 mg DHA zusätzlich zur für Erwachsene empfohlenen Zufuhr von 250 mg DHA und EPA eintritt (VO (EU) 440/2011).
- Jod: „Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei.“
- Zink: „Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei.“
- Selen: „Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei.“
Diese Sätze beschreiben normale Körperfunktionen. Dass ein Präparat die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht, sagen sie nicht. Für Coenzym Q10, L-Carnitin, Lycopin und Myo-Inositol gibt es keine zugelassene Angabe zu Fruchtbarkeit oder Spermien (VO (EU) 432/2012). Hinweise wie „von Frauenärzten empfohlen“ sind bei Nahrungsergänzungsmitteln nach EU-Recht problematisch.
Und die Höchstmengen des BfR? Das sind Vorschläge. Verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln gibt es bisher weder in Deutschland noch auf EU-Ebene (BfR).
Vitamine für den Mann
Die männliche Seite wird oft vergessen. Die Spermienbildung dauert rund 72 bis 74 Tage, die WHO geht von etwa 74 Tagen aus (WHO 2025). Veränderungen zeigen sich also frühestens nach etwa drei Monaten. Ob Supplemente die Spermienqualität tatsächlich verbessern, ist allerdings nicht sicher belegt. Eine allgemeine Empfehlung, bestimmte Nährstoffe zu ergänzen, gibt es für Männer mit Kinderwunsch derzeit nicht (Verbraucherzentrale 2025).
| Supplement | Diskutierte Wirkung (nicht sicher belegt) | Dosierung |
|---|---|---|
| Zink | Spermienkonzentration und Motilität | Nahrungsergänzung laut BfR höchstens 6,5 mg/Tag |
| Selen | Spermienmotilität | Präparate laut BfR-Vorschlag höchstens 40 µg/Tag |
| L-Carnitin | Spermienmotilität | Keine Dosisempfehlung in Leitlinien (AUA/ASRM 2024) |
| Coenzym Q10 | Spermienmotilität und -konzentration | Nahrungsergänzung in DE bis 100 mg/Tag |
| Folsäure | Zellteilung bei der Spermienbildung | Keine eigene Empfehlung für Männer, BfR-Vorschlag für Präparate höchstens 200 µg/Tag (die 400-µg-Ausnahme gilt nur für Frauen) |
| Vitamin C + E | Antioxidativer Schutz | Präparate laut BfR-Vorschlag höchstens 250 mg Vitamin C und 30 mg Vitamin E |
Männern mit auffälligem Spermiogramm werden häufig Kombipräparate mit Zink, Selen, L-Carnitin und Q10 angeboten. Dass sie zu mehr Schwangerschaften führen, ist nicht belegt. Große randomisierte Studien mit Präparaten für Männer fanden keine höheren Geburten- oder Schwangerschaftsraten, getestet wurden dort allerdings andere Zusammensetzungen. Auch die Cochrane-Übersicht kommt zu keinem klaren Ergebnis:
- FAZST (JAMA 2020): 2.370 Paare vor einer Kinderwunschbehandlung. Die Männer nahmen 6 Monate lang täglich 5 mg Folsäure und 30 mg Zink oder ein Placebo. Die Lebendgeburtenrate lag bei 34 % mit Präparat gegenüber 35 % mit Placebo, die Spermienqualität verbesserte sich nicht. Beide Dosen lagen über den Obergrenzen für die tägliche Zufuhr.
- SUMMER (JAMA Network Open 2025): 1.171 Männer in den Niederlanden. Ein Kombipräparat mit unter anderem Zink, Folsäure, B-Vitaminen, Betain und L-Cystin führte über 6 Monate nicht zu mehr fortlaufenden Schwangerschaften (33,8 % mit Präparat gegenüber 37,5 % mit Placebo). Die Studie erhielt einen Forschungsgrant und die Prüfpräparate vom Hersteller.
- Cochrane 2022: In der Hauptanalyse lag die Lebendgeburtenrate mit Antioxidantien höher, die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz war aber sehr niedrig. Ohne Studien mit hohem Verzerrungsrisiko zeigte sich kein Effekt mehr auf Lebendgeburten. Die Autoren halten die Evidenz insgesamt für nicht schlüssig.
Die Europäische Gesellschaft für Urologie rät, Männer mit ungeklärter Unfruchtbarkeit nicht routinemäßig mit Antioxidantien zu behandeln. Stattdessen empfiehlt sie, an Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und viel Alkohol anzusetzen (EAU 2026). Wer trotzdem ein Präparat nimmt, sieht einen möglichen Effekt im Spermiogramm frühestens nach etwa drei Monaten.
Was einzelne Stoffe wie Zink, Selen, L-Carnitin oder Q10 in Studien gezeigt haben und wo die Höchstmengen liegen, steht ausführlich im Ratgeber Kinderwunsch-Vitamine für den Mann.

Was du dir sparen kannst
Mönchspfeffer (Agnus castus): Die EU-Arzneimittelbehörde führt ihn nur bei PMS und leichten Beschwerden vor der Periode. Dass er die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht, ist nicht belegt. Eine Gelbkörperschwäche lässt sich zudem nicht verlässlich nachweisen, mehr dazu im Artikel Gelbkörperschwäche. Als Nebenwirkung sind Zyklusstörungen beschrieben. In der Schwangerschaft sollte er nicht eingenommen werden.
Maca: Die Studienlage ist dünn. Überzeugende Daten, dass Maca die Fruchtbarkeit bei Frauen oder die Spermienqualität verbessert, gibt es nicht.
Kinderwunsch-Tees: Als Ritual völlig in Ordnung, einen messbaren Effekt auf die Fruchtbarkeit belegen Studien aber nicht. Was zu Frauenmantel, Himbeerblättern, Mönchspfeffer und ihrer Sicherheit bekannt ist, steht im Ratgeber Kräuter und Tees bei Kinderwunsch.
Teure Kombipräparate: Viele Kinderwunsch-Präparate kosten 40 bis 60 Euro pro Monat und enthalten neben Folsäure oft Vitamin D, Jod und weitere Stoffe. Das Empfohlene bekommst du einzeln für wenige Euro im Monat. Der Aufpreis geht vor allem auf Zusätze, die für die Kinderwunschzeit nicht allgemein empfohlen sind oder deren Nutzen nicht belegt ist. Im Marktcheck der Verbraucherzentrale entsprach genau ein Produkt den Empfehlungen: 400 µg Folsäure und 100 µg Jod ohne weitere Zusätze, für 8 Cent pro Tagesdosis und damit eines der günstigsten (Verbraucherzentrale 2025).
Häufige Fragen
Welche Vitamine bei Kinderwunsch sind wirklich nötig?
Absolutes Minimum: Folsäure (400 µg). Vitamin D nur, wenn deine Haut zu wenig selbst bildet. Ab der Schwangerschaft empfiehlt Gesund ins Leben zusätzlich Jod (100 bis 150 µg) und DHA (200 mg, über Fisch oder ersatzweise als Präparat). Vor einer IVF wird manchmal Coenzym Q10 diskutiert, die ESHRE rät bei künstlicher Befruchtung aber von Antioxidantien ab (ESHRE 2023). Alles andere ist nicht allgemein empfohlen: Eisen nur bei nachgewiesenem Mangel, DHEA gar nicht. Investiere lieber in eine gute Diagnostik beim Reproduktionsmediziner als in teure Supplemente.
Wie lange vor der Schwangerschaft sollte ich Folsäure nehmen?
Mindestens 4 Wochen vor der geplanten Empfängnis, am besten ab dem Kinderwunsch, spätestens wenn ihr gezielt an den fruchtbaren Tagen probiert. Die Einnahme läuft bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche, wer später beginnt, nimmt 800 µg. Das Neuralrohr schließt sich etwa vier Wochen nach der Empfängnis, nach üblicher Zählung also etwa in der 6. Schwangerschaftswoche. Das ist oft, bevor du einen positiven Test hast. Deshalb: Frühzeitig starten.
Brauche ich bei Kinderwunsch Jod?
In Deutschland setzt Gesund ins Leben bei Kinderwunsch vor allem auf jodreiche Ernährung mit Jodsalz, Fisch und Milchprodukten, ein Präparat mit 100 bis 150 µg empfiehlt das Netzwerk ab der Schwangerschaft. Der Arbeitskreis Jodmangel rät schon bei Kinderwunsch zu 100 bis 150 µg täglich. Bei einer Schilddrüsenerkrankung sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt (Gesund ins Leben 2026, Grossklaus 2026).
Wie viel Omega-3 bei Kinderwunsch?
Eine eigene Empfehlung für die Kinderwunschzeit gibt es nicht. In der Schwangerschaft sollen es täglich 200 mg DHA sein, über fettreichen Meeresfisch 1- bis 2-mal pro Woche oder ersatzweise über ein Präparat. DHA allein gilt laut EFSA bis 1 g pro Tag als unbedenklich (Gesund ins Leben 2026).
Kann ich mit Vitaminen meine Fruchtbarkeit verbessern?
Nein, nicht im Sinne einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Supplemente können einen Mangel ausgleichen. Für orale Antioxidantien fand ein Cochrane-Review bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen nur begrenzte Belege (Cochrane 2020). Kein Vitamin ersetzt eine medizinische Abklärung. Wenn du seit 6 bis 12 Monaten vergeblich versuchst schwanger zu werden, lass dich untersuchen, statt nur zu supplementieren.
Ist Myo-Inositol bei Kinderwunsch sinnvoll?
Bei PCOS und Kinderwunsch stuft die internationale Leitlinie Inositol als experimentell ein, die Leitlinie für Deutschland, Österreich und die Schweiz hält die Daten für eine Empfehlung nicht für ausreichend. Eine zugelassene Gesundheitsangabe gibt es für Inositol nicht (PCOS-Leitlinie 2023, AWMF 015-085).
Was kostet eine sinnvolle Supplementierung pro Monat?
Folsäure (1 bis 2 Euro) + Vitamin D bei Bedarf (3 bis 5 Euro) = unter 10 Euro pro Monat. Das reicht für die meisten Frauen. Ab der Schwangerschaft kommt in Deutschland Jod dazu, ein Präparat mit 400 µg Folsäure und 100 µg Jod gab es im Marktcheck der Verbraucherzentrale für 8 Cent pro Tag. Dazu kommt DHA, wenn du nicht 1- bis 2-mal pro Woche fettreichen Meeresfisch isst. Coenzym Q10 gehört nicht zur Grundversorgung: Es kostet rund 20 Euro im Monat, ein Nutzen ist für gesunde Frauen nicht belegt, und Q10-Präparate tragen den Hinweis, dass sie nicht für Schwangere geeignet sind. Einzelpräparate sind fast immer günstiger als Kombipräparate mit dem Etikett „Kinderwunsch“.
Soll mein Partner auch Vitamine nehmen?
Eine allgemeine Empfehlung gibt es für Männer nicht (Verbraucherzentrale 2025). Große Studien wie FAZST (Folsäure plus Zink) und SUMMER (Kombipräparat) fanden keine höheren Geburten- oder Schwangerschaftsraten, die EAU rät von einer Routinebehandlung mit Antioxidantien ab (EAU 2026). Sinnvoller ist zuerst ein Fruchtbarkeitstest für den Mann. Nimmt er ein Präparat, zeigt sich ein möglicher Effekt im Spermiogramm frühestens nach etwa 3 Monaten. Achte auf die Zinkmenge. Kosten: 15 bis 25 Euro pro Monat. Auch hier gilt: Erst Diagnose, dann Therapie.
Quellen
Empfehlungen und Leitlinien
- Supplement Folsäure (Handlungsempfehlungen für Fachkreise), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Supplement Jod (Handlungsempfehlungen für Fachkreise), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Supplement DHA (Handlungsempfehlungen für Fachkreise), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Supplement Vitamin D (Handlungsempfehlungen für Fachkreise), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Supplement Eisen (Handlungsempfehlungen für Fachkreise), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Ernährungsweise und Getränke in der Schwangerschaft (Handlungsempfehlungen), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Vegetarische und vegane Ernährung in der Schwangerschaft (Handlungsempfehlungen), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Recommendations by the Healthy Start Network 2026, Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026;86(6):e60-e97 (Alaze-Hagemann et al.), Netzwerk Gesund ins Leben, 2026
- Iodine Supplementation Before, During and After Pregnancy, Geburtshilfe und Frauenheilkunde (Grossklaus R, Liesenkötter K-P, Lawrenz B, Thieme F; Arbeitskreis Jodmangel), 2026
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Jod, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2025
- Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Vitamin D, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2021
- Ernährung in der Schwangerschaft, Langfassung (Richtig essen von Anfang an!), AGES, Sozialministerium und Dachverband der Sozialversicherungsträger, 2025
- Ernährung in der Schwangerschaft, gesundheit.gv.at (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs), abgerufen 2026
- Fragen und Antworten zu Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), 2018
- Ernährung Schwangere und Stillende, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), abgerufen 2026
- Maternal and child nutrition (NG247), Empfehlungen 1.1.4 bis 1.1.6, National Institute for Health and Care Excellence (NICE), 15.01.2025
- ESHRE guideline: ovarian stimulation for IVF/ICSI, Update 2025, Human Reproduction (ESHRE Reproductive Endocrinology Guideline Group), 2026
- Good practice recommendations on add-ons in reproductive medicine, Human Reproduction 2023;38(11):2062-2104 (ESHRE Add-ons working group), 2023
- Recommendations from the 2023 International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of Polycystic Ovary Syndrome, Human Reproduction (Teede et al.), 2023
- S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie vor einer medizinisch assistierten Reproduktionsbehandlung, AWMF 015-085, Version 2.0, DGGG, OEGGG und SGGG, 2026
- Polyendocrine metabolic ovarian syndrome (previously known as polycystic ovary syndrome): assessment and management, Draft guideline, NICE, 07/2026
- EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health: Male Infertility, European Association of Urology (EAU), 2026
- Male Infertility Guideline, Statement 45, American Urological Association (AUA) und ASRM, 2020, ergänzt 2024
- Guideline for the prevention, diagnosis and treatment of infertility, World Health Organization (WHO), 2025
- Agni casti fructus, Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC), Revision 1, Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), 2018
- Diagnosis and treatment of luteal phase deficiency: a Committee Opinion, Fertility and Sterility 2026;126(4):633-639, ASRM und SREI, 2026
Höchstmengen, Versorgung und Recht
- Ratschläge für die ärztliche Praxis: Jod, Folat/Folsäure und Schwangerschaft, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Aktualisierung (2025): Höchstmengenvorschläge für Jod in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 065/2025, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2025
- Aktualisierung (2023): Höchstmengenvorschläge für Vitamin D in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 007/2024, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2024
- Aktualisierung (2024): Höchstmengenvorschläge für Folsäure in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 009/2024, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2024
- Aktualisierung (2023): Höchstmengenvorschläge für Selen in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Stellungnahme 010/2024, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2024
- Höchstmengenvorschläge für Zink in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Höchstmengenvorschläge für Eisen in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Höchstmengenvorschläge für Vitamin A in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Höchstmengenvorschläge für Vitamin E in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Höchstmengenvorschläge für Vitamin C in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2021
- Gesundheitliche Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen 2026
- Coenzym Q10: Was ist über gesundheitliche Risiken bekannt und was nicht?, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2023
- Vitamin D: Sonne und Bewegung fördern eine gute Versorgung (FAQ), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2025
- Vitamin-D-Status in Deutschland, Journal of Health Monitoring, Robert Koch-Institut (RKI), 2016
- Overview on Tolerable Upper Intake Levels, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), 2025
- Mehr drin als nötig: Nahrungsergänzung rund um Schwangerschaft und Stillzeit, Verbraucherzentrale (Klartext Nahrungsergänzung), 2025
- Verordnung (EU) Nr. 1135/2014 der Kommission (Angabe zu Folsäure und Neuralrohrdefekten), Europäische Kommission, 2014
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission, Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben, Europäische Kommission, 2012
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012, konsolidierte Fassung vom 20.08.2025, Europäische Kommission, 2025
- Verordnung (EU) Nr. 440/2011 der Kommission (Angaben zu DHA), Europäische Kommission, 2011
Studien und Übersichtsarbeiten
- Effects and safety of periconceptional oral folate supplementation for preventing birth defects, Cochrane Database of Systematic Reviews (De-Regil et al.), 2015
- Antioxidants for female subfertility, Cochrane Database of Systematic Reviews (Showell et al.), 2020
- Pretreatment with coenzyme Q10 improves ovarian response and embryo quality in low-prognosis young women with decreased ovarian reserve: a randomized controlled trial, Reproductive Biology and Endocrinology (Xu et al.), 2018
- Effect of Folic Acid and Zinc Supplementation in Men on Semen Quality and Live Birth Among Couples Undergoing Infertility Treatment (FAZST), JAMA 2020;323(1):35-48 (Schisterman et al.), 2020
- Antioxidant Treatment and the Chance to Conceive in Men Seeking Fertility Care: The SUMMER Randomized Clinical Trial, JAMA Network Open (de Ligny et al.), 2025
- Antioxidants for male subfertility, Cochrane Database of Systematic Reviews (de Ligny et al.), 2022
- The Effect of Dietary Supplements on Male Infertility in Terms of Pregnancy, Live Birth, and Sperm Parameters: A Systematic Review and Meta-Analysis, Nutrients (Michaelsen et al.), 2025
- Vitex agnus castus extract in the treatment of luteal phase defects due to latent hyperprolactinemia, Arzneimittelforschung (Milewicz et al.), 1993
- Randomisierte Studie mit einem homöopathischen Kombinationspräparat mit Mönchspfeffer bei Sterilität, Forschende Komplementärmedizin (Gerhard et al.), 1998
- Randomisierte Studie mit einem homöopathischen Präparat bei Zyklusstörungen und Kinderwunsch, Forschende Komplementärmedizin (Bergmann et al.), 2000
- Randomisierte Studie mit einer Nahrungsergänzung aus Mönchspfeffer, Grüntee, L-Arginin, Vitaminen und Mineralien, Clinical and Experimental Obstetrics and Gynecology (Westphal et al.), 2006
- Vitex agnus castus: a systematic review of adverse events, Drug Safety (Daniele et al.), 2005