17. SSW: Der fünfte Monat beginnt
- Wochen und Tage
- 16+0 bis 16+6
- Monat
- 5.
- Trimester
- 2.
Mit der 17. SSW beginnt der 5. Schwangerschaftsmonat. Der Fötus wächst in dieser Woche von etwa 116 auf 130 Millimeter und wiegt am Ende rund 180 Gramm. Wer schon ein Kind hat, spürt jetzt oft die ersten Bewegungen.
Woche 17 von 40
Deine Woche berechnenWie groß ist der Fötus?
116 bis 130 mm
Am Ende der Woche ist der Fötus etwa so groß wie eine Paprika. Der Kopf richtet sich auf, die Augen zeigen nach vorn, und die Ohren rücken an ihre endgültige Stelle.
Scheitel-Steiß-Länge nach der Tabelle der UNSW Embryology, Gewicht nach den Wachstumskurven der WHO. Eine Blockpaprika ist meist 100 bis 150 mm lang.
Diese Woche
Beim Baby
- Die Knochen verknöchern weiter, das Skelett wäre jetzt auf einem Röntgenbild zu sehen.
- An den Zehen beginnen sich die Nägel zu bilden.
- Die Bewegungen werden kräftiger und besser aufeinander abgestimmt.
Bei dir
- hCG liegt im Median bei 23.930 mIU/ml, normal sind 9.040 bis 56.451. Mehr in der hCG-Tabelle.
- Frauen, die schon ein Kind hatten, spürten in einer Studie die ersten Bewegungen im Mittel ab 16+1, wenn die Plazenta hinten saß. Beim ersten Kind dauert es meist einige Wochen länger.
- Sodbrennen wird häufiger: In einer Studie hatten es im 2. Trimester 39 von 100 Schwangeren.
Jetzt wichtig
- In Deutschland ist in dieser Woche kein Kassen-Ultraschall vorgesehen. Vereinbare jetzt den Termin für den zweiten, zwischen 18+0 und 21+6.
- Endet die Schwangerschaft ab jetzt mit einer Fehlgeburt, hast du in Deutschland Anspruch auf 6 Wochen Mutterschutz, außer du willst ausdrücklich arbeiten.
- Eine Hebamme für Vorsorge und Wochenbett findest du in Deutschland über die Hebammenliste der gesetzlichen Krankenkassen.
Sofort abklären lassen: starke Blutung, starke oder anhaltende Bauchschmerzen, Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen oder Erbrechen, bei dem nichts mehr drin bleibt.
Im Ultraschall
- 16+0
Kopfumfang liegt im Mittel bei etwa 123 mm.
- 16+0
Oberschenkelknochen misst im Mittel etwa 19 mm.
- 16+0
Geschlecht ist meist zu erkennen, wenn das Kind günstig liegt.
In der 17. SSW ist meist kein Ultraschall vorgesehen. Der nächste Termin der Krankenkasse liegt in Deutschland zwischen 18+0 und 21+6.
Häufige Fragen zur 17. SSW
Ist es normal, in der 17. SSW noch keine Bewegungen zu spüren?
Ja. Der NHS nennt die 16. bis 24. Woche, beim ersten Kind oft erst die Zeit nach der 20. Woche. Spürst du bis zur 24. Woche nichts, sag deiner Hebamme oder Ärztin Bescheid.
Hat ein Baby in der 17. SSW eine Überlebenschance?
Außerhalb des Mutterleibs nicht. Die deutsche Leitlinie zieht die untere Grenze am Beginn der 22. Woche.
Wie hoch ist das Fehlgeburtsrisiko in der 17. SSW?
Klein. In großen Vergleichsgruppen ohne Eingriff verloren etwa 6 von 1.000 Schwangeren ihr Kind noch vor der 24. Woche.
Welcher Monat ist die 17. SSW?
Der 5. Schwangerschaftsmonat, im 2. Trimester. Angaben wie 16+3 SSW gehören ebenfalls zur 17. SSW.
Quellen
- Fetal Development, UNSW Embryology
- Kiserud T et al.: The World Health Organization Fetal Growth Charts, PLoS Med 2017;14:e1002220
- Moore KL, Persaud TVN: The Developing Human, 8. Auflage, Saunders 2008
- Beta-HCG, Leistungsverzeichnis mit Tabelle aus der Packungsbeilage Roche Elecsys HCG+β, Universitätsklinikum Ulm, Stand 08.07.2020
- Gillieson M et al.: Placental site, parity, and date of quickening, Obstet Gynecol 1984;64:44
- Marrero JM et al.: Determinants of pregnancy heartburn, Br J Obstet Gynaecol 1992;99:731
- Mutterschafts-Richtlinien, Gemeinsamer Bundesausschuss, in Kraft seit 25.08.2026
- Mutterschutzgesetz § 3, Bundesministerium der Justiz
- Wie kann ich mich auf die Geburt vorbereiten?, familienplanung.de, BIÖG, Stand 03.08.2026
- 17. bis 20. Schwangerschaftswoche, familienplanung.de, BIÖG, Stand 13.06.2024
- Your baby's movements, NHS
- Früh, früher, Frühchen: versorgen um jeden Preis?, DocCheck News, 25.10.2024
- Salomon LJ et al.: Risk of miscarriage following amniocentesis or chorionic villus sampling, systematic review of literature and updated meta-analysis, Ultrasound Obstet Gynecol 2019;54:442