Ein Zykluscomputer soll dir beim Kinderwunsch zeigen, wann deine fruchtbaren Tage sind. Die Auswahl ist groß: Sensoren für die Nacht, Ringe, Thermometer mit App, Hormonmonitore mit Teststäbchen. Im ersten Jahr kosten sie zwischen ca. 46 € und ca. 1.550 € (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026).
Wir haben die Geräte nicht selbst getestet und küren keinen Testsieger. Stattdessen haben wir zusammengetragen, was sich belegen lässt: wie jedes Produkt misst, was es kostet, wofür es als Medizinprodukt bestimmt ist, welche Studien es gibt und wer sie bezahlt hat.
Das Wichtigste vorweg: Für Ovulationstests im Urin zeigt eine Cochrane-Übersicht wahrscheinlich mehr Geburten, für Temperatur- und Schleimbeobachtung ist ein Nutzen unklar, Zykluscomputer und Apps wurden dazu nicht randomisiert geprüft (Cochrane 2023). Die meisten Genauigkeitsstudien zu einzelnen Zykluscomputern haben die Hersteller selbst verfasst oder finanziert. Was zu deiner Situation passt, steht kompakt in der Entscheidungshilfe.
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So haben wir verglichen
Für jedes Produkt haben wir dieselben sieben Punkte geprüft:
| Kriterium | Was wir geprüft haben |
|---|---|
| Messprinzip | Hormone im Urin oder Temperatur, ausgewertet mit oder ohne Algorithmus |
| Was gemessen wird | LH, Östrogen (E3G), das Progesteron-Abbauprodukt PdG, FSH, Temperatur, Zervixschleim |
| Aufwand | Wann, wie oft und wie lange du misst oder testest |
| Kosten im ersten Jahr | Anschaffung plus Abo und Verbrauchsmaterial für 13 Zyklen |
| Medizinprodukt und Zweckbestimmung | Wofür das Produkt laut Gebrauchsanweisung, Konformitätsangaben oder EU-Datenbank EUDAMED bestimmt ist |
| Unabhängige Studienlage | Welche Studien es gibt, was als Referenz diente und wer sie finanziert hat |
| Datenschutz | Ob deine Zyklusdaten in eine App gehen |
Keine Noten, keine Rangfolge: Die Tabelle unten ist nach Messprinzip sortiert. Das Gerät Inito fehlt, weil es in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht offiziell erhältlich ist.
Zur Einordnung der Zulassung: Produkte zur Empfängnisförderung sind nach EU-Recht Medizinprodukte (MDR Art. 2), Urin-Fertilitätstests zur Eigenanwendung In-vitro-Diagnostika der Klasse B (IVDR Anhang VIII).
Ist ein Produkt auch zur Verhütung bestimmt, gehört es mindestens in Klasse IIb, mit Prüfung durch eine Benannte Stelle und klinischen Daten (MDR Anhang VIII, Regel 15). Ein Beleg für den Nutzen beim Kinderwunsch ist diese höhere Klasse nicht.
Zur sicheren Verhütung empfiehlt die deutschsprachige S2k-Leitlinie Apps und Zykluscomputer, die hauptsächlich auf der Basaltemperatur beruhen, derzeit nicht: Wirksamkeitsstudien fehlten oder hätten erhebliche methodische Schwächen (AWMF 015-095).
Zykluscomputer und Ovulationstests: Messprinzip und Kosten (Preise laut Hersteller-Shop bzw. UVP, Stand 4. Oktober 2026)
-
LH-Teststreifen
Urintest zum Ablesen
- Misst
- LH im Urineinmal täglich ab Testbeginn, nicht mit dem ersten Morgenurin
- Anschaffung
- keine
- Laufend
- 3,57 € pro Zyklus
- 1. Jahr
- ca. 46 €Drogerie-Eigenmarke, 5,95 € für 10 Tests, 6 Tests pro Zyklus
- Studienlage
- Cochrane 2023: Mit Urin-Ovulationstests wahrscheinlich mehr Geburten als ohne Vorhersage (1 Studie, moderate Evidenz), einzige Studie dazu vom Hersteller SPD mit einem Clearblue-Test für LH und Östrogen, keine mit einfachen Streifen
-
Clearblue Ovulationstest fortschrittlich & digital
Digitaler Urintest
- Misst
- LH und Östrogen (E3G) im Urinerster Urin des Tages, täglich ab Starttag laut Tabelle
- Anschaffung
- keine
- Laufend
- 1,67 € pro Test
- 1. Jahr
- ca. 173 €Kit mit 30 Tests für 49,99 € (UVP), 8 Tests pro Zyklus
- Studienlage
- Herstellerfinanzierte Studie mit einem ähnlichen, app-verbundenen Test (844 Frauen): nach 1 Zyklus 25,4 % schwanger gegenüber 14,7 % ohne Test
-
Clearblue Fertilitätsmonitor Advanced
Hormonmonitor mit Teststäbchen
- Misst
- LH und Östrogen im Urinerster Urin des Tages an den angeforderten Tagen, meist 10 pro Zyklus
- Anschaffung
- 139,99 €
- Laufend
- 27,17 € pro Zyklus
- 1. Jahr
- ca. 493 €Monitor 139,99 € (UVP), Teststäbchen 81,50 € für 30 Tests (UVP), 10 Tests pro Zyklus
- Studienlage
- Studie mit dem Vorgängermodell (653 Frauen): nach 2 Zyklen 22,7 % schwanger gegenüber 14,4 % ohne Monitor
-
Mira Ultra4
Hormonmonitor mit Teststäbchen
- Misst
- LH, E3G, PdG und FSH im Urin, als Zahlenwertemorgens, Testplan aus der App, meist 18 bis 22 Stäbchen pro Zyklus
- Anschaffung
- 266,95 €
- Laufend
- 106,95 € pro Zyklus
- 1. Jahr
- ca. 1.550 €Kit 266,95 € inklusive 20 Stäbchen für den ersten Zyklus, danach 20 Stäbchen für 106,95 € je Zyklus, 13 Zyklen. Englischsprachiger Shop
- Studienlage
- Studie 2026 mit Ultraschall als Referenz: LH-Gipfel traf den Eisprung in 96 % auf ±1 Tag
-
trackle
Vaginaler Temperatursensor mit App
- Misst
- Körperkerntemperatur, Zervixschleim per Eingabenachts im Schlaf, mindestens 4 Stunden
- Anschaffung
- 269,90 €
- Laufend
- keine
- 1. Jahr
- ca. 270 €Kauf 269,90 €, App kostenlos, Nutzungsdauer laut Hersteller 30 Monate. Alternativ Abo ab 13,49 € pro Monat
- Studienlage
- Nur eine kleine, vom Hersteller finanzierte Auswertung (25 Nutzerinnen); die symptothermale Methode selbst ist gut untersucht
-
Tempdrop
Temperatur-Armband mit App
- Misst
- Hauttemperatur am Oberarmnachts im Schlaf, mindestens 3 Stunden tragen
- Anschaffung
- 229 €
- Laufend
- 49 € pro Jahr
- 1. Jahr
- ca. 278 €Sensor 229 €, Premium-App 49 € pro Jahr (für die Eisprung-Auswertung nötig, 2 Monate inklusive). Englischsprachiger Shop
- Studienlage
- Studie mit Beteiligung des Herstellers (125 Frauen): Eisprungtag in 93 % der Zyklen auf ±2 Tage zum LH-Test
-
Oura Ring 5
Smart-Ring mit App
- Misst
- Hauttemperatur am Finger, Herzfrequenzautomatisch nachts
- Anschaffung
- 429 €
- Laufend
- 69,99 € pro Jahr
- 1. Jahr
- ca. 499 €Ring ab 429 €, Mitgliedschaft 69,99 € pro Jahr (für Zyklusfunktionen nötig)
- Studienlage
- Studie des Herstellers mit 964 Nutzerinnen: 96 % der Eisprünge erkannt, im Mittel 1,3 Tage Abweichung
-
Natural Cycles
App mit Thermometer oder Wearable
- Misst
- Basal- oder Hauttemperatur, Periodendaten, optional LH-Testsmorgens Thermometer oder nachts Wearable, mindestens 5 Messungen pro Woche
- Anschaffung
- keine
- Laufend
- 119,99 € pro Jahr
- 1. Jahr
- ca. 120 €Jahresabo 119,99 € (deutscher App Store), Thermometer oder Armband inklusive
- Studienlage
- Herstellerfinanzierte Beobachtung ohne Kontrollgruppe: 61 % nach 6, 74 % nach 12 Zyklen schwanger
-
Daysy
Zykluscomputer mit Thermometer
- Misst
- Basaltemperatur unter der Zunge, Periode per Eingabemorgens nach dem Aufwachen, etwa 60 Sekunden
- Anschaffung
- 299 €
- Laufend
- keine
- 1. Jahr
- ca. 299 €Listenpreis 299 € (im Oktober 2026 im Angebot für 249 €), App kostenlos
- Studienlage
- Keine unabhängige Studie zur Kinderwunsch-Anwendung; eine herstellerfinanzierte Verhütungsstudie wurde 2019 zurückgezogen
-
cyclotest mySense Lifetime
Bluetooth-Basalthermometer mit App
- Misst
- Basaltemperatur, optional Zervixschleim und LH-Testsmorgens nach dem Aufwachen, 30 bis 60 Sekunden
- Anschaffung
- 139,90 €
- Laufend
- keine
- 1. Jahr
- ca. 140 €Lifetime 139,90 € mit Premium-App ohne Abo. Alternativ Flex 49,90 € plus 39,99 € pro Jahr
- Studienlage
- Keine Studie zum aktuellen Gerät; Studien zum Vorgängergerät und zur symptothermalen Methode
-
Ovy
App mit Bluetooth-Basalthermometer
- Misst
- Basaltemperatur, Zervixschleim, optional LH-Testsmorgens nach dem Aufwachen
- Anschaffung
- 79 €
- Laufend
- 83,92 € pro Jahr
- 1. Jahr
- ca. 163 €Thermometer 79 €, Premium 83,92 € pro Jahr. Alternativ Kinderwunsch-Bundle mit lebenslangem Premium für 149 €
- Studienlage
- Keine Studie zum Gerät; Methode symptothermal
1. Jahr: Anschaffung plus laufende Kosten für 13 Zyklen (28-Tage-Zyklus), Annahmen je Karte. Preise ändern sich, maßgeblich ist der Shop des Herstellers. Sortiert nach Messprinzip, keine Rangfolge.
Hormone oder Temperatur: was die Messprinzipien leisten
Die Geräte in diesem Vergleich arbeiten nach drei Prinzipien. Der wichtigste Unterschied: Kündigen sie den Eisprung vorher an, oder bestätigen sie ihn erst danach?
| Prinzip | Beispiele | Was es zeigt | Wichtigste Grenze |
|---|---|---|---|
| LH im Urin | LH-Teststreifen | den LH-Anstieg, nach dem der Eisprung irgendwann innerhalb von 2 Tagen folgen kann (ASRM 2022) | ein positiver Test beweist keinen Eisprung |
| LH und Östrogen, teils PdG im Urin | Clearblue-Tests und -Monitor, Mira | zusätzlich Tage vor dem LH-Anstieg, mit PdG auch eine Bestätigung danach | teurer als einfache LH-Streifen, Schwangerschaftsdaten höchstens zu Vorgängermodellen oder Varianten |
| Temperatur | trackle, Tempdrop, Oura, Natural Cycles, Daysy, cyclotest, Ovy | den Anstieg nach dem Eisprung, Prognosen rechnet der Algorithmus aus bisherigen Zyklen hoch | bestätigt den Eisprung erst im Nachhinein |
Temperatur zeigt den Eisprung erst danach
Nach dem Eisprung hebt Progesteron die Basaltemperatur um wenige Zehntel Grad an, je nach Quelle um etwa 0,2 bis 0,5 °C (WHO 2022, Frauenärzte im Netz 2018). Im Mittel kommt der Anstieg 2,4 Tage nach dem LH-Anstieg (Prior 1990, zitiert in Henry 2024). In einer Auswertung von Natural Cycles lag der aus der Temperatur geschätzte Eisprung im Mittel 1,9 Tage nach dem ersten positiven LH-Test, die Studie stammt vom Hersteller (Berglund Scherwitzl 2015).
Für den Kinderwunsch ist das entscheidend. Das fruchtbare Fenster umfasst die 5 Tage vor dem Eisprung und den Eisprungtag (BIÖG 2026), am höchsten ist die Chance bei Verkehr am Tag vor dem Eisprung (ASRM 2022). In einer von der FSRH zitierten Studie war die Chance auf eine Empfängnis mehr als 2 Tage nach dem Tag des Temperaturanstiegs vernachlässigbar (FSRH 2015). Wenn die Kurve steigt, ist das Fenster im laufenden Zyklus also weitgehend vorbei.
Auch Fachleute lesen den Eisprungtag selten genau aus der Kurve: Erfahrene Ärztinnen und Ärzte trafen mit dem aus der Kurve geschätzten Tag im Konsens nur in 22,1 % der Zyklen den LH-Gipfel auf ±1 Tag (Bauman 1981). Die britische Leitlinie NICE rät, Temperaturkurven nicht zur Bestätigung des Eisprungs zu nutzen (NICE 2026). Krankheit, eine kurze oder gestörte Nacht, Alkohol oder spätes Essen können die Morgentemperatur erhöhen (IQWiG 2025). Bei stark wechselnden Schlafzeiten springen die Werte, in einer Studie war Schichtarbeit deshalb ein Ausschlussgrund (Henry 2024).
Armbänder und Ringe messen nachts die Hauttemperatur. Laut S2k-Leitlinie entspricht das nicht der Basaltemperatur, solche Systeme gelten dort mit Blick auf die Verhütung als experimentell (AWMF 015-095). Eine Metaanalyse fand für Wearables eine Genauigkeit von 0,90 für den Eisprungtag auf ±2 Tage, auf ±1 Tag von 0,61. Für den genauen Tag war die Schätzung praktisch nicht aussagekräftig, bei unregelmäßigen Zyklen schnitten die Geräte schlechter ab, die Qualität der Evidenz war sehr niedrig (Shi 2026). Wie du die Basaltemperatur selbst misst und auswertest, steht im Ratgeber Basaltemperatur messen.
Kalender-Apps rechnen nur mit Durchschnittswerten
Apps und Webrechner, die nur mit Zykluslänge und Periodendaten arbeiten, liegen oft daneben. Von 20 Websites und 33 Apps sagten bei einem 28-Tage-Zyklus nur 1 Website und 3 Apps das fruchtbare Fenster korrekt voraus (Setton 2016). Bei 949 Frauen trafen Apps den per LH-Test bestimmten Eisprungtag in höchstens 21 % (Johnson 2018, zwei Autoren arbeiten beim Hersteller der Clearblue-Tests).
Ein Grund: Der 28-Tage-Zyklus ist seltener als gedacht. In derselben Studie glaubten 34 % der Frauen, ihn zu haben, tatsächlich waren es 15 %. In über 600.000 App-Zyklen dauerten nur 13 % genau 28 Tage, und selbst dann lag der Eisprung im Mittel nach Tag 14 (Bull 2019, vom App-Anbieter finanziert). Vollständig zwischen Zyklustag 10 und 17 lag das fruchtbare Fenster nur bei etwa 30 % der Frauen (Wilcox 2000).
Datenbox: Was „96 % der Eisprünge erkannt“ bedeutet
Solche Zahlen beschreiben, wie nah die Schätzung eines Geräts in einer Studie am Referenztag lag. Über deine Chance, schwanger zu werden, sagen sie nichts. Drei Fragen helfen beim Einordnen: Was war die Referenz, Ultraschall oder ein LH-Test? Wurde der Eisprung vorhergesagt oder erst nach Zyklusende bestimmt? Und wer hat die Studie bezahlt? Bei den meisten Wearable-Studien in diesem Vergleich war die Referenz ein LH-Test, und Beschäftigte oder Gründer des Herstellers waren beteiligt.
Was Studien zum Schwangerwerden zeigen
Wie genau ein Gerät den Eisprung trifft, ist das eine. Ob mit ihm mehr Kinder geboren werden, das andere. Dazu gibt es eine Cochrane-Übersicht mit 7 randomisierten Studien und 2.464 Frauen beziehungsweise Paaren (Cochrane 2023):
| Vorgehen | Ergebnis | Evidenz |
|---|---|---|
| Verkehr nach Ovulationstest im Urin | Lebendgeburten wahrscheinlich häufiger (RR 1,36): bei 16 % ohne Test 16 bis 28 % mit Test | moderat, 1 Studie mit 844 Frauen |
| Verkehr nach Ovulationstest im Urin | Schwangerschaften wahrscheinlich häufiger (RR 1,28): 20 bis 28 % statt 18 % | moderat, 4 Studien mit 2.202 Frauen |
| Zyklusbeobachtung nach Schulung ohne Urintest (symptothermale Methode, Zervixschleim-Methode) | unklar, ob sich die Lebendgeburtenrate ändert (RR 0,95) | niedrig, 2 Studien mit 157 Frauen |
Zykluscomputer, Wearables und Zyklus-Apps wurden in keiner dieser randomisierten Studien geprüft.
Dazu gehören Einschränkungen. Den Nutzen beschränken die Autorinnen und Autoren auf Frauen unter 40, die seit weniger als 12 Monaten versuchen, schwanger zu werden. In den Urin-Studien wurde kein einfacher LH-Teststreifen geprüft, sondern ein kommerzielles System, das LH und Östrogen misst. Abgewertet wurde unter anderem wegen kommerzieller Finanzierung. Die einzige Studie zur Lebendgeburt ist eine Nachauswertung einer randomisierten Studie des Clearblue-Herstellers mit 844 Frauen, die seit höchstens 6 Monaten versuchten. Der Hersteller hat die Auswertung finanziert, alle Autorinnen und Autoren waren bei ihm angestellt (Johnson 2022). Ob zeitlich abgestimmter Verkehr den Stress verändert, ist unklar.
Zur symptothermalen Methode, also Temperatur plus Zervixschleim, gibt es eine Beobachtungsstudie beim Kinderwunsch: Nach einer Schulung waren 38 % von 187 Frauen mit eingeschränkter Fruchtbarkeit nach 8 Monaten schwanger, geschätzt ohne Schulung 21,6 %. Eine Kontrollgruppe gab es nicht, und die Studie betrifft die Methode, kein bestimmtes Gerät (Frank-Herrmann 2017).
Mindestens so wichtig wie jedes Gerät ist die Häufigkeit. Laut ASRM war die Chance pro Zyklus bei Verkehr täglich, jeden zweiten Tag und alle 3 Tage im fruchtbaren Fenster ähnlich, am niedrigsten bei nur einmal Verkehr. Zyklus-Tracking soll den Verkehr lenken, regelmäßigen Sex aber nicht ersetzen, denn Sex streng nach Zeitplan kann Stress verstärken und die sexuelle Zufriedenheit senken (ASRM 2022). NICE nennt Verkehr alle 2 bis 3 Tage als optimal (NICE 2026).
Zum Einordnen von Herstellerzahlen: Über 80 % der Paare werden innerhalb eines Jahres schwanger, wenn die Frau unter 40 ist und sie regelmäßig ohne Verhütung Verkehr haben. Von den übrigen wird etwa die Hälfte im zweiten Jahr schwanger (NICE 2026).
Urin-Tests und Hormonmonitore
LH-Teststreifen: die einfache Variante
Einfache Teststreifen oder Teststäbchen zeigen über Linien, ob LH im Urin angestiegen ist. Ist die Testlinie gleich stark oder dunkler als die Kontrolllinie, gilt der Test als positiv. Der Eisprung ist dann laut Beipackzettel einer Drogerie-Eigenmarke wahrscheinlich in den nächsten 24 bis 36 Stunden. Getestet wird einmal täglich ab einem Starttag, der von der Zykluslänge abhängt, bei dieser Marke ausdrücklich nicht mit dem ersten Morgenurin.
Kosten: 5,95 € für 10 Tests (Drogerie-Eigenmarke, laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026). Bei 6 Tests pro Zyklus sind das ca. 46 € im ersten Jahr. Laut Beipackzettel sehen etwa 90 % der Frauen mit Eisprung und regelmäßigem Zyklus den Anstieg innerhalb von 8 bis 10 Testtagen. Rechnest du mit 10 Tests pro Zyklus, sind es ca. 77 €.
Studienlage: gut untersucht, mit Ultraschall als Referenz. Bei 101 Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch stimmte der LH-Anstieg im Urin in 98 Fällen mit dem Eisprung im Ultraschall überein, die Temperaturkurve nur in 74 % (Guermandi 2001). Die ESHRE fasst die Übereinstimmung von Urin-LH-Messungen mit dem Ultraschall in den Studien auf 98 bis 100 % zusammen (ESHRE 2023).
Grenzen: In etwa 7 % der Zyklen ist das Ergebnis falsch positiv (ASRM 2022). Ein positiver Test beweist keinen Eisprung: Beim LUF-Syndrom steigt LH normal an, ohne dass eine Eizelle freigesetzt wird, beschrieben in 10,7 % der Zyklen normal fruchtbarer Frauen (Su 2017). Bei PCOS können Ovulationstests laut Herstellern irreführen. Die Angabe von über 99,9 % Genauigkeit auf dem Beipackzettel beruht auf einem Vergleich mit einem anderen LH-Test, nicht mit dem tatsächlichen Eisprung.
Medizinprodukt: In-vitro-Diagnostikum zur Eigenanwendung, nicht zur Verhütung. Datenschutz: keine App nötig.
Wie du die Tests startest, abliest und deutest, steht im Ratgeber Ovulationstest.
Clearblue Ovulationstest digital: LH und Östrogen
Der Clearblue Ovulationstest fortschrittlich & digital misst LH und Östrogen (E3G) im ersten Urin des Tages. Steigt Östrogen, zeigt das Display einen blinkenden Smiley für hohe Fruchtbarkeit, beim LH-Anstieg einen festen Smiley für 48 Stunden. So markiert der Test zusätzlich Tage vor dem LH-Anstieg. Getestet wird täglich ab einem Starttag laut Tabelle, bei einem 28-Tage-Zyklus ab Zyklustag 8.
Kosten: Kit mit 30 Tests 49,99 € (UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026). Bei angenommenen 8 Tests pro Zyklus sind das ca. 173 € im ersten Jahr. Eine typische Testzahl nennt der Hersteller nicht.
Studienlage: In einer randomisierten Studie mit 844 Frauen waren mit einem ähnlichen, app-verbundenen Testsystem für LH und Östrogen nach einem Zyklus 25,4 % schwanger, ohne Test 14,7 %. Nach zwei Zyklen waren es 36,2 % gegenüber 28,6 % (Johnson 2020). Der Hersteller hat die Studie finanziert, vier Autorinnen und Autoren waren bei ihm angestellt. Geprüft wurde nicht genau dieses Produkt.
Grenzen: Laut Hersteller zeigt der Test in etwa 8 % der Zyklen keine maximale Fruchtbarkeit an. Irreführende Ergebnisse sind unter anderem bei PCOS, in den Wechseljahren, mit Medikamenten, die LH oder hCG enthalten, und mit Tetrazyklinen möglich.
Medizinprodukt: In-vitro-Diagnostikum, nur für den Kinderwunsch, nicht zur Verhütung. Datenschutz: Ergebnis am Display, die Zyklus-App des Herstellers ist optional.
Clearblue Fertilitätsmonitor: Lesegerät mit Teststäbchen
Der Monitor liest Urin-Teststäbchen aus und misst LH und Östrogen. Er fordert an bestimmten Zyklustagen Tests an, in der Regel 10 pro Zyklus, bei langen oder unregelmäßigen Zyklen bis zu 20, jeweils mit dem ersten Urin des Tages in einem persönlich eingestellten 6-Stunden-Fenster. Die Daten der letzten 6 Zyklen speichert er im Gerät.
Kosten: Monitor 139,99 €, 30 Teststäbchen 81,50 € (UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026). Bei 10 Tests sind das 27,17 € pro Zyklus und ca. 493 € im ersten Jahr.
Studienlage: In einer randomisierten Studie mit 653 auswertbaren Frauen wurden nach zwei Zyklen 22,7 % mit Monitor schwanger, ohne Monitor 14,4 % (Robinson 2007). Die Daten waren per Tagebuch selbst berichtet, getestet wurde das ältere Vorgängermodell. Finanziert hat die Studie laut Cochrane-Übersicht der damalige Clearblue-Hersteller Unipath. Die Werbeaussage zu 89 % höheren Chancen entspricht dem bereinigten Chancenverhältnis dieser Studie (Odds Ratio 1,89), in absoluten Zahlen sind es die genannten 22,7 gegenüber 14,4 %. In einer Ultraschallstudie mit 53 Frauen lag der Eisprung in 91,1 % der Zyklen innerhalb der zwei Tage maximaler Fruchtbarkeit, die der Vorgängermonitor angezeigt hatte, nie davor (Behre 2000, Finanzierung nicht angegeben).
Grenzen: geeignet für Zykluslängen von 21 bis 42 Tagen. Sind die Zyklen immer kürzer als 23 oder länger als 37 Tage, erkennt er den LH-Anstieg eventuell nicht. Irreführende Ergebnisse sind laut Hersteller bei PCOS, in den Wechseljahren und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion möglich.
Medizinprodukt: In-vitro-Diagnostikum, ausschließlich für den Kinderwunsch. Datenschutz: Daten bleiben im Gerät.
Mira: Hormonwerte als Zahlen
Mira misst mit einem Analysegerät und Teststäbchen LH, Östrogen (E3G), PdG und mit den Ultra4-Stäbchen auch FSH, und zeigt die Werte als Zahlen in der App. Über den PdG-Anstieg soll der Eisprung bestätigt werden. Die App gibt einen Testplan vor, laut Hersteller brauchen die meisten 18 bis 22 Stäbchen pro Zyklus.
Kosten: Ultra4-Kit mit 20 Stäbchen 266,95 €, danach 20 Stäbchen für 106,95 € pro Zyklus (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026, Shop auf Englisch). Das ergibt ca. 1.550 € im ersten Jahr, den höchsten Wert in diesem Vergleich.
Studienlage: In einer prospektiven, verblindeten Studie mit 52 Frauen mit Zykluslängen von 24 bis 38 Tagen und 890 Ultraschalluntersuchungen lag der Eisprung in 96 % der ausgewerteten Zyklen innerhalb von ±1 Tag um den von Mira gemessenen LH-Gipfel (Bouchard 2026). Der Hersteller nennt auch PCOS und unregelmäßige Zyklen als Einsatzgebiet, dazu sagt diese Studie nichts. Finanzierung und Interessenkonflikte stehen nicht in der Kurzfassung. Der Erstautor gibt in anderen Arbeiten an, dass seine Promotion über ein Stipendium läuft, das der Mira-Hersteller mitfinanziert. Eine sehr kleine Untersuchung ohne Beteiligung des Mira-Herstellers mit 4 Frauen (zwei Autoren sind Partner einer Biomarker-Firma) fand stärker schwankende Werte als im Blut und keinen Hinweis von E3G auf den Beginn des fruchtbaren Fensters, den Übergang in die zweite Zyklushälfte erkannte Mira aber korrekt (Usala 2024). Studien zu Schwangerschaftsraten haben wir nicht gefunden.
Medizinprodukt: Eine CE-Kennzeichnung oder Risikoklasse nennt der offizielle Shop nicht konkret. „FDA-registriert“ bedeutet eine Registrierung, keine Freigabe. Datenschutz: Die Werte erscheinen in der App.
Wenn du deine Hormone als Zahlen siehst: Was ein LH-Wert aussagt und was nicht, erklärt der Ratgeber LH-Wert.
Temperatursensoren für die Nacht
trackle: vaginaler Temperatursensor
trackle ist ein Sensor, den du nachts wie einen Tampon in der Scheide trägst. Er misst jede Minute die Körperkerntemperatur. Nötig ist eine Schlaf- oder Ruhephase von mindestens 4 Stunden, die Tageszeit ist egal. Morgens kommt der Sensor in die Box, die die Daten per Bluetooth an die App überträgt. Den Zervixschleim trägst du täglich selbst ein, ausgewertet wird nach der symptothermalen Methode. Für den Kinderwunsch zeigt die App ab dem ersten ausgewerteten Zyklus eine Eisprung-Prognose im Kalender.
Kosten: 269,90 € beim Kauf, die App ist kostenlos, laut Hersteller hält der Sensor 30 Monate. Alternativ gibt es ein Abo für regulär 13,49 € pro Monat, im Oktober 2026 als Aktion für 10,79 €. Es hat 24 Monate Mindestlaufzeit und lässt sich in einer Schwangerschaft nicht pausieren (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026).
Studienlage: Eine begutachtete Studie speziell zu trackle haben wir nicht gefunden. Im Deutschen Register Klinischer Studien steht eine rückblickende, von trackle finanzierte Auswertung mit 25 Nutzerinnen über je 12 Zyklen. Laut Register kam der Algorithmus zu denselben Ergebnissen wie die Auswertung von Hand nach den Regeln der Methode, eine Veröffentlichung ist nicht eingetragen (DRKS00031801). Die Pearl-Index-Werte auf der Website stammen aus Studien zur symptothermalen Methode allgemein und betreffen die Verhütung (Frank-Herrmann 2007).
Grenzen: Laut Hersteller nur geeignet, wenn ein Eisprung stattfindet. Die Temperatur bestätigt ihn erst im Nachhinein.
Medizinprodukt: laut Hersteller Klasse IIb, da die Zweckbestimmung auch die Verhütung umfasst, zertifiziert noch nach der alten Medizinprodukterichtlinie. Die Gebrauchsanweisung nennt Kinderwunsch und Verhütung als Zweck. Datenschutz: Auswertung über die App.
Tempdrop: Temperatur-Armband am Oberarm
Tempdrop ist ein Sensor in einem Armband am Oberarm. Er misst im Schlaf laufend die Hauttemperatur über der Achselarterie, ein Algorithmus filtert Störungen heraus und berechnet einen Wert pro Nacht. Nötig sind mindestens 3 Stunden Tragezeit mit mindestens 2 Stunden Schlaf, laut Hersteller bei Schichtarbeit auch tagsüber. Zervixschleim kannst du optional eintragen.
Kosten: Sensor 229 € (laut Hersteller-Shop, Shop auf Englisch), die für die Eisprung-Auswertung nötige Premium-App 49 € pro Jahr (laut deutschem App Store), 2 Monate sind beim Kauf dabei, Stand Oktober 2026. Das sind ca. 278 € im ersten Jahr. Ohne Premium gibt es nur Temperaturkurve, Kalender und Symptom-Eingabe.
Studienlage: Bei 194 Zyklen von 125 Frauen lag der vom Sensor geschätzte Eisprungtag in 181 Zyklen (93,3 %) innerhalb von ±2 Tagen um den Referenztag aus einem LH-Test, kein Ultraschall (Shpaichler 2025). Die in der Studie ebenfalls genannten Werte von 96,8 % Sensitivität und 99,1 % Spezifität betreffen nicht die Eisprungerkennung, sondern ob einzelne Zyklustage richtig als fruchtbar oder unfruchtbar eingeordnet wurden. Geprüft wurde ein Algorithmus, der erst nach Zyklusende rechnet, also keine Vorhersage. Der Gründer und ein Mitarbeiter von Tempdrop sind Mitautoren. Daten zu Schwangerschaftsraten fehlen.
Medizinprodukt: Klasse I laut EUDAMED. Zweckbestimmung laut Anbieter: Fruchtbarkeit beobachten und Schwangerschaft planen, ausdrücklich nicht zur Verhütung. Datenschutz: Auswertung über die App.
Oura Ring: Hauttemperatur am Finger
Der Ring misst nachts die Hauttemperatur am Finger, dazu Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Atemfrequenz. Die Funktion „Fruchtbares Fenster“ ist in der EU ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt, nur als Empfängnishilfe und nicht zur Verhütung, der Ring selbst ist kein Medizinprodukt. Laut Hersteller gibt es wenig Daten für Zyklen unter 21 oder über 35 Tagen und bei diagnostizierter Unfruchtbarkeit. Eine Kopplung mit Natural Cycles ist möglich, mit eigenem Abo.
Kosten: Oura Ring 5 ab 429 €, dazu die für die Zyklusfunktionen nötige Mitgliedschaft für 69,99 € pro Jahr (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026). Das sind ca. 499 € im ersten Jahr.
Studienlage: In 1.155 Zyklen mit Eisprung von 964 Nutzerinnen erkannte der Algorithmus 96,4 % der Eisprünge und lag im Mittel 1,26 Tage daneben, die Kalendermethode 3,44 Tage. Auf ±1 Tag genau traf er 68 %, auf ±2 Tage 87,9 % der Zyklen (Thigpen 2025). Geprüft wurde, ob der Algorithmus den Eisprung im Nachhinein erkennt, nicht die Vorhersage des fruchtbaren Fensters im laufenden Zyklus. Alle Autorinnen und Autoren arbeiten bei Oura. Referenz waren selbst eingetragene LH-Tests, kein Ultraschall. Ausgewertet wurden nur Zyklen mit Eisprung, wie oft der Ring in Zyklen ohne Eisprung einen anzeigt, ist offen. Bei Zyklusstörungen, etwa PCOS, sollen die Schätzungen laut den Autoren nur mit Vorsicht gedeutet werden.
Datenschutz: Auswertung über App und Mitgliedschaft.
Zyklus-Apps und Zykluscomputer
Natural Cycles: App mit Thermometer oder Wearable
Natural Cycles ist eine App, die als Medizinprodukt eingestuft ist. Du misst entweder morgens mit einem Thermometer oder nachts mit dem NC°-Armband oder einem kompatiblen Wearable wie Oura Ring oder Apple Watch, empfohlen sind mindestens 5 Messungen pro Woche. Der Algorithmus erkennt den Temperaturanstieg nach dem Eisprung und verbindet ihn mit deinen Periodendaten, LH-Tests kannst du optional eintragen. Für den Kinderwunsch gibt es den Modus Plan Pregnancy, alle Modi sind im Abo enthalten.
Natural Cycles Kosten: Das Jahresabo kostet 119,99 €, ein Thermometer oder das Armband ist enthalten (laut deutschem App Store, Stand Oktober 2026). In Österreich und der Schweiz gelten andere Preise. Mit Oura Ring kommt dessen Mitgliedschaft dazu.
Studienlage: In einer Beobachtungsstudie ohne Kontrollgruppe mit 5.376 Frauen im Modus Plan Pregnancy lag die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nach 6 Zyklen bei 61 % und nach 12 Zyklen bei 74 %, im Median nach 4 Zyklen. Gezählt wurden selbst gemeldete positive Tests (Favaro 2021). Natural Cycles hat die Studie finanziert, mehrere Autorinnen und Autoren sind Angestellte oder Gründer. 30,5 % der Frauen schieden vorzeitig aus, ein Teil davon wechselte zurück in den Verhütungsmodus, das schränkt die Werte ein. In einer Bewertung von Kinderwunsch-Apps ohne Herstellerbeteiligung erhielt die damalige Version von Natural Cycles 2 von 30 Punkten, die besten symptothermalen Apps 20 von 30 (Freis 2018).
Grenzen: Hormone misst das System nicht. Natural Cycles beschreibt seinen Algorithmus selbst als rückblickend, die Temperatur bestätigt den Eisprung erst danach (Bull 2019).
Medizinprodukt: In den USA hat die FDA Natural Cycles 2018 als Software zur Verhütung oder Schwangerschaftsplanung für Frauen ab 18 eingestuft, Klasse II (FDA 2018). In der EU ist die App laut Hersteller als Medizinprodukt der Klasse IIb zur Verhütung zertifiziert. Datenschutz: Auswertung über die App.
Daysy: Zykluscomputer mit Ampel
Daysy ist ein Handgerät mit eingebautem Temperatursensor. Du misst morgens nach dem Aufwachen unter der Zunge, etwa 60 Sekunden, vor dem Aufstehen und nach mindestens einer Stunde Schlaf, eine feste Uhrzeit ist laut Hersteller nicht nötig. Dazu gibst du die Periode ein. Ein Algorithmus wertet aus und zeigt Ampelfarben: rot für fruchtbar, grün für nicht fruchtbar, gelb in der Lernphase, rot blinkend für den erwarteten Eisprung.
Kosten: Listenpreis 299 €, im Oktober 2026 im Angebot für 249 € (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026). Kein Abo, die App ist kostenlos.
Studienlage: Eine Studie zum Kinderwunsch oder zur Zeit bis zur Schwangerschaft haben wir nicht gefunden. Eine vom Hersteller finanzierte Studie zur Verhütung von 2018 (125 Frauen, rückblickende Befragung) zog die Chefredaktion der Fachzeitschrift 2019 zurück. Ein unabhängiges Gutachten hatte grundlegende methodische Mängel bestätigt, die Autoren widersprachen dem Rückzug (Reproductive Health 2019). Die beworbenen 99,4 % beschreiben laut Hersteller-Factsheet, dass nur 0,6 % der grün (nicht fruchtbar) angezeigten Tage in einem auf 8 Tage erweiterten fruchtbaren Fenster lagen. Grundlage ist eine rückblickende Auswertung von Nutzerdaten mit Beteiligung des Herstellers (van de Roemer 2021). Einen Abgleich mit Hormon- oder Ultraschallmessungen nennt die Kurzfassung nicht. Über die Chance, schwanger zu werden, sagt die Zahl nichts.
Grenzen: Daysy wertet nur Temperatur und Periode aus, ohne Zervixschleim. In den ersten 2 bis 4 Zyklen lernt der Algorithmus noch (gelbe Tage), und die Temperatur bestätigt den Eisprung erst im Nachhinein.
Medizinprodukt: Klasse I laut EUDAMED. Zweckbestimmung laut Gebrauchsanweisung: Empfängnisförderung, ausdrücklich kein Verhütungsmittel. Datenschutz: Das Ergebnis zeigt das Gerät selbst an.
cyclotest mySense: Basalthermometer mit App
cyclotest mySense ist ein Bluetooth-Basalthermometer mit App. Du misst morgens nach dem Aufwachen vor dem Aufstehen, etwa 30 bis 60 Sekunden, oral, vaginal oder rektal. Die App wertet den Temperaturanstieg aus, optional auch Zervixschleim oder LH-Tests, und zeigt fruchtbare, hochfruchtbare und unfruchtbare Tage. Einen umschaltbaren Kinderwunsch-Modus gibt es nicht, der Hersteller bewirbt die Nutzung aber ausdrücklich dafür.
Kosten: Lifetime-Variante 139,90 € mit Premium-App ohne Abo, alternativ Flex für 49,90 € (beides laut Hersteller-Shop) plus 39,99 € pro Jahr für Premium (laut deutschem App Store), Stand Oktober 2026.
Studienlage: Zum aktuellen Gerät und zur heutigen App haben wir keine Studie gefunden. Ältere Studien betreffen das Vorgängergerät und die Verhütung (Freundl 1998).
Grenzen: Nötig sind mindestens 5 Stunden Schlaf vor der Messung, bei Flex gibt es ohne Abo nur eine Basisversion. Die Temperatur bestätigt den Eisprung erst im Nachhinein.
Medizinprodukt: Thermometer Klasse IIa mit Prüfung durch eine Benannte Stelle, App Klasse I ohne Benannte Stelle. Zweckbestimmung: Fruchtbarkeitsbeobachtung und Familienplanung, keine ausdrückliche Verhütungs-Zweckbestimmung. Datenschutz: Auswertung über die App.
Ovy: App mit Basalthermometer
Ovy ist eine App mit Bluetooth-Basalthermometer für die Messung im Mund oder in der Scheide. Sie wertet Temperatur und Zervixschleim nach der symptothermalen Methode aus, im Kinderwunsch-Modus optional auch Ovulationstests per Foto oder Eingabe, und zeigt den Eisprungtag und die sechs fruchtbarsten Tage. Laut Gebrauchsanweisung ist sie nicht geeignet bei Zykluslängen unter 16 oder über 56 Tagen und bei bekannter Unfruchtbarkeit von Frau oder Mann.
Kosten: Thermometer 79 €, Premium 83,92 € pro Jahr, alternativ ein Kinderwunsch-Bundle mit lebenslangem Premium für 149 € (laut Hersteller-Shop, Stand Oktober 2026).
Studienlage: Eine Studie zum Gerät haben wir nicht gefunden. Der Pearl-Index auf der Shopseite bezieht sich auf die symptothermale Methode allgemein. In derselben Bewertung von Kinderwunsch-Apps erhielt die damalige Ovy-Version 3 von 30 Punkten (Freis 2018). Sie arbeitete damals ohne Daten des laufenden Zyklus, die Bewertung stammt aus der Zeit vor der heutigen Zertifizierung. Eine neue Bewertung ohne Herstellerbeteiligung haben wir nicht gefunden.
Medizinprodukt: App Klasse IIb nach MDR, zertifiziert durch eine Benannte Stelle, Zweckbestimmung Verhütung oder Schwangerschaftsplanung. Datenschutz: Auswertung über die App.
Was ein Zykluscomputer im ersten Jahr kostet
Der Kaufpreis sagt wenig, entscheidend sind Abos und Verbrauchsmaterial. Gerechnet für 13 Zyklen, sortiert nach Kosten, nicht nach Qualität (laut Hersteller-Shop, App Store bzw. UVP, Stand Oktober 2026). Die Links zu den Herstellern stehen in der Vergleichstabelle oben.
| Produkt | 1. Jahr ca. | Was laufend dazukommt |
|---|---|---|
| LH-Teststreifen (Drogerie-Eigenmarke) | 46 bis 77 € | 3,57 € pro Zyklus bei 6 Tests, 5,95 € bei 10 Tests |
| Natural Cycles | 120 € | Jahresabo 119,99 €, Thermometer oder Armband inklusive |
| cyclotest mySense Lifetime | 140 € | nichts |
| Ovy | 163 € | Premium 83,92 € pro Jahr, alternativ Kinderwunsch-Bundle mit lebenslangem Premium für 149 € einmalig |
| Clearblue Ovulationstest digital | 173 € | 1,67 € pro Test, 8 Tests pro Zyklus angenommen |
| trackle | 270 € | nichts, Nutzungsdauer laut Hersteller 30 Monate |
| Tempdrop | 278 € | Premium-App 49 € pro Jahr |
| Daysy | 299 € | nichts, im Oktober 2026 im Angebot für 249 € |
| Clearblue Fertilitätsmonitor | 493 € | 27,17 € pro Zyklus bei 10 Teststäbchen |
| Oura Ring 5 | 499 € | Mitgliedschaft 69,99 € pro Jahr |
| Mira Ultra4 | 1.550 € | 106,95 € pro Zyklus für 20 Stäbchen |
Wer ein Temperaturgerät mit Ovulationstests kombiniert, zahlt beides. Bei Geräten ohne laufende Kosten verteilt sich der Preis auf mehrere Jahre, bei trackle laut Hersteller auf 30 Monate.
Für viele reicht ein Ovulationstest plus Eisprungrechner
Wenn dein Zyklus regelmäßig ist und ihr erst seit einigen Monaten versucht, brauchst du meist kein teures Gerät. Bei regelmäßigem monatlichem Zyklus findet wahrscheinlich ein Eisprung statt (NICE 2026). Ein einfacher Weg:
- Mit dem Eisprungrechner die fruchtbaren Tage grob abschätzen und den Starttag für die Tests finden. Er rechnet nach Kalender und bestätigt keinen Eisprung.
- Ab dem Starttag einmal täglich einen LH-Test machen, bis er positiv ist.
- Im fruchtbaren Fenster regelmäßig Sex haben: Alle 1 bis 2 Tage ergibt laut ASRM die höchsten Raten, 2- bis 3-mal pro Woche ist nahezu gleichwertig (ASRM 2022).
Warum das reicht: LH-Tests erkennen den Anstieg vor dem Eisprung zuverlässig (Guermandi 2001), Ovulationstests im Urin sind die einzige Methode mit wahrscheinlichem Nutzen in der Cochrane-Übersicht, und bei häufigem Verkehr ist ein auf den Tag genau bestimmter Eisprung weniger entscheidend (ASRM 2022). Einfache Streifen selbst wurden in den Cochrane-Studien allerdings nicht geprüft. Die Basaltemperatur allein eignet sich laut ACOG nicht gut zum Schwangerwerden, weil sie nur zeigt, dass der Eisprung schon war (ACOG 2025).
Was passt zu wem?
Die Übersicht ordnet typische Situationen ein. Sie ist keine Kaufempfehlung für ein bestimmtes Produkt und ersetzt kein ärztliches Gespräch.
| Deine Situation | Was die Datenlage sagt | Worauf du achten kannst |
|---|---|---|
| Regelmäßiger Zyklus, ihr versucht seit Kurzem | Eisprung wahrscheinlich (NICE 2026), wahrscheinlicher Nutzen nur für Urin-Ovulationstests belegt (Cochrane 2023) | LH-Test plus Eisprungrechner, dazu Verkehr alle 2 bis 3 Tage |
| Unregelmäßiger Zyklus oder PCOS | Kalender-Apps liegen oft daneben, LH-Tests und Hormonmonitore können bei PCOS laut Herstellern irreführen, Wearables schneiden bei unregelmäßigen Zyklen schlechter ab (Shi 2026) | Zuerst ärztlich klären lassen, ob und wann ein Eisprung stattfindet |
| Schichtarbeit oder wechselnde Schlafzeiten | Morgentemperaturen springen bei unregelmäßigem Schlaf (Henry 2024) | Einfache LH-Streifen werden tagsüber getestet. Bei Temperaturgeräten in der Gebrauchsanweisung prüfen, ob sie auch nach Tagschlaf messen, laut Hersteller etwa trackle (mindestens 4 Stunden Ruhe) und Tempdrop. Studien speziell zu Schichtarbeit haben wir nicht gefunden |
| Kleines Budget | Urin-Ovulationstests haben die beste Studienlage (Cochrane 2023) | LH-Teststreifen kosten je nach Testzahl ca. 46 bis 77 € im ersten Jahr, der Eisprungrechner nichts |
| Du willst wissen, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet | Temperaturkurven eignen sich laut NICE nicht zur Bestätigung, ärztlich wird Progesteron im Blut gemessen (NICE 2026) | Frauenärztin fragen statt ein teureres Gerät zu kaufen |
| Du trägst schon einen Ring oder eine Smartwatch | Studien stammen überwiegend von Herstellern, die Evidenz für Wearables ist sehr niedrig (Shi 2026) | Abo-Kosten mitrechnen, Ergebnisse als Schätzung sehen |
| Keine Schwangerschaft nach 12 Monaten, ab 35 nach 6 Monaten, über 40 oder bekannte Ursache | Ärztliche Abklärung empfohlen (AWMF 015-085, 2026; NICE 2026) | Kein Gerät ersetzt die Abklärung |
Datenschutz: Zyklusdaten sind Gesundheitsdaten
Periode, Temperatur, Hormonwerte und Angaben zum Sex sind nach der DSGVO Gesundheitsdaten beziehungsweise Daten zum Sexualleben. Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich verboten, außer zum Beispiel mit deiner ausdrücklichen Einwilligung für festgelegte Zwecke (DSGVO Art. 9).
In der Praxis sieht es oft anders aus. Eine Analyse der 23 populärsten Frauengesundheits-Apps ergab: 20 teilten Nutzerdaten mit Dritten, nur 16 zeigten eine Datenschutzerklärung, nur 12 holten eine Einwilligung ein, 3 erhoben Daten schon vor der Einwilligung (Alfawzan 2022). In den USA einigte sich die Verbraucherschutzbehörde FTC 2021 mit dem Anbieter einer verbreiteten Perioden- und Ovulations-App. Der Vorwurf: Gesundheitsdaten seien trotz gegenteiliger Zusage an Analyse- und Marketingdienste weitergegeben worden (FTC 2021).
Die Datenpraxis der einzelnen Produkte in diesem Vergleich haben wir nicht geprüft. Vor dem Kauf hilft ein Blick in die Datenschutzerklärung: Wo liegen die Daten, gehen sie an Dritte, kannst du sie löschen? Wenn du möglichst wenig Daten preisgeben willst: Einfache LH-Streifen brauchen keine App, beim Clearblue Ovulationstest digital ist die App optional, der Clearblue-Monitor speichert im Gerät, und Daysy zeigt das Ergebnis am Gerät selbst an.
Wann eine ärztliche Abklärung wichtiger ist als jedes Gerät
Kein Gerät in diesem Vergleich misst etwas beim Partner, an den Eileitern oder an der Eizellreserve. Die deutschsprachige Leitlinie nennt klare Fristen (AWMF 015-085, 2026):
- Unter 35: Abklärung nach 12 Monaten ohne Schwangerschaft.
- Ab 35: nach 6 Monaten.
- Über 40: sofort in einem reproduktionsmedizinischen Zentrum.
Die britische Leitlinie NICE geht noch weiter: Ab 36 Jahren und bei bekannter oder vermuteter Ursache soll schon beim ersten Arzttermin eine Überweisung zur Kinderwunsch-Fachberatung angeboten werden (NICE 2026).
Dazu kommen Hinweise aus der deutschen PMOS-Leitlinie und von Herstellern:
- Unregelmäßiger Zyklus: Wiederholt Zyklen unter 21 oder über 35 Tagen oder weniger als 8 Zyklen im Jahr sprechen laut deutscher PMOS-Leitlinie für eine seltene oder fehlende Eizellreifung (AWMF 089-004, 2026). Mehr dazu im Ratgeber Schwanger werden mit PCOS.
- Kein LH-Anstieg: Zeigt der Ovulationstest 3 Zyklen in Folge keinen Anstieg, empfiehlt ein Hersteller eine ärztliche Abklärung.
- Auffällige Kurve: Die Zyklusaufzeichnung kann Hinweise auf eine kurze Hochlage unter 10 Tagen oder einen ausbleibenden Eisprung geben. Ein Hinweis ist aber keine Diagnose (AWMF 015-095).
Ob ein Eisprung stattfindet, prüft die Ärztin laut NICE über Progesteron im Blut in der Mitte der zweiten Zyklushälfte, auch bei regelmäßigem Zyklus (NICE 2026). Die ESHRE hält eine Bestätigung bei regelmäßigem Zyklus dagegen nicht routinemäßig für nötig (ESHRE 2023). Was zur Abklärung gehört und was sie kostet, steht im Ratgeber Fruchtbarkeitstest Frau.
Häufige Fragen
Welcher Zykluscomputer ist bei Kinderwunsch der beste?
Einen Testsieger gibt es hier nicht, wir haben die Geräte nicht selbst getestet. Für das Schwangerwerden ist nur bei Ovulationstests im Urin ein wahrscheinlicher Nutzen belegt, für Temperatur- und Schleimbeobachtung ist er unklar, Zykluscomputer und Apps wurden dazu nicht randomisiert geprüft (Cochrane 2023). Welches Gerät passt, hängt von deinem Zyklus, deinem Schlaf, deinem Budget und davon ab, wie viel Aufwand du willst.
Reicht ein Ovulationstest statt eines Zykluscomputers?
Für viele ja, vor allem bei regelmäßigem Zyklus in den ersten Monaten. LH-Tests erkennen den Anstieg vor dem Eisprung zuverlässig, bei 101 Frauen stimmten sie in 98 Fällen mit dem Ultraschall überein (Guermandi 2001). Bei häufigem Verkehr im fruchtbaren Fenster ist ein auf den Tag genau bestimmter Eisprung weniger wichtig (ASRM 2022).
Wie aussagekräftig sind trackle-Erfahrungen?
Erfahrungsberichte im Netz sind Einzelfälle. Eine begutachtete Studie zu trackle haben wir nicht gefunden, nur eine von trackle finanzierte, unveröffentlichte Auswertung mit 25 Nutzerinnen (DRKS00031801). Die symptothermale Methode dahinter ist gut untersucht, vor allem für die Verhütung (Frank-Herrmann 2007).
Was sagen Daysy-Erfahrungen und Studien zum Kinderwunsch?
Eine Studie zum Kinderwunsch haben wir nicht gefunden. Eine vom Hersteller finanzierte Studie zur Verhütung wurde 2019 zurückgezogen (Reproductive Health 2019). Werbeaussagen zu Schwangerschaften im ersten Zyklus stammen laut unserer Recherche aus einer Nutzerinnen-Umfrage des Herstellers, nicht aus einer begutachteten Studie.
Was kostet Natural Cycles?
Das Jahresabo kostet 119,99 €, ein Thermometer oder das NC°-Armband ist enthalten (laut deutschem App Store, Stand Oktober 2026). In Österreich und der Schweiz gelten andere Preise. Wer einen Oura Ring nutzt, zahlt zusätzlich die Oura-Mitgliedschaft von 69,99 € pro Jahr.
Was sagen Natural-Cycles-Erfahrungen und Studien zum Schwangerwerden?
Erfahrungsberichte einzelner Nutzerinnen sind Einzelfälle. In der vom Hersteller finanzierten Beobachtungsstudie waren nach 6 Zyklen 61 % und nach 12 Zyklen 74 % der Frauen schwanger, im Median nach 4 Zyklen, 30,5 % schieden vorzeitig aus (Favaro 2021). Ohne Kontrollgruppe lässt sich nicht sagen, welchen Anteil die App daran hat. In einer deutschen Studie mit 346 Frauen, die natürliche Familienplanung zum Schwangerwerden nutzten, waren es nach 6 Zyklen 81 % und nach 12 Zyklen 92 % (Gnoth 2003). Die Gruppen sind nicht direkt vergleichbar.
Ist der Clearblue Fertilitätsmonitor zuverlässig?
Er misst LH und Östrogen im Urin. In einer Ultraschallstudie mit dem Vorgängermonitor lag der Eisprung in 91,1 % der Zyklen innerhalb der zwei angezeigten Tage maximaler Fruchtbarkeit, nie davor (Behre 2000). Zum Vorgängermodell gibt es außerdem eine randomisierte Studie: Nach 2 Zyklen waren 22,7 % mit Monitor und 14,4 % ohne schwanger, die Daten waren selbst berichtet, finanziert hat der damalige Hersteller (Robinson 2007). Im ersten Jahr kostet er ca. 493 € (UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026). Bei PCOS kann er laut Hersteller irreführende Ergebnisse liefern.
Funktionieren Zykluscomputer bei PCOS oder unregelmäßigem Zyklus?
Nur eingeschränkt. LH-Tests und Hormonmonitore können bei PCOS laut Herstellern irreführen, Wearables trafen den Eisprung bei unregelmäßigen Zyklen schlechter (Shi 2026), und manche Systeme sind laut Hersteller nur geeignet, wenn ein Eisprung stattfindet. Wiederholt Zyklen unter 21 oder über 35 Tagen sprechen laut deutscher Leitlinie für eine seltene oder fehlende Eizellreifung (AWMF 089-004, 2026). Dann ist eine ärztliche Abklärung der sinnvollere erste Schritt als ein Gerät.
Quellen
Leitlinien und Stellungnahmen
- Gibbons T et al.: Timed intercourse for couples trying to conceive, Cochrane Database Syst Rev 2023, CD011345.pub3
- NICE NG257: Fertility problems, Initial advice to people concerned about delays in conception, NICE, 31.03.2026
- NICE NG257: Defining infertility and initial assessment, NICE, 31.03.2026
- NICE NG257: Investigation of fertility problems and management strategies, NICE, 31.03.2026
- ESHRE Guideline Group on Unexplained Infertility: Evidence-based guideline: unexplained infertility, Hum Reprod 2023, ESHRE
- ESHRE Evidence-based Guideline: Unexplained Infertility, Volltext mit Evidenzsynthese, ESHRE, 2023
- Practice Committee of ASRM and SREI: Optimizing natural fertility: a committee opinion, Fertil Steril 2022;117:53-63, ASRM
- Fertility Awareness-Based Methods of Family Planning (FAQ024), ACOG, zuletzt geprüft Februar 2025
- FSRH Clinical Guidance: Fertility Awareness Methods, Faculty of Sexual & Reproductive Healthcare, 2015
- S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung, AWMF 015-095, DGGG, OEGGG und SGGG, Stand Dezember 2023
- Diagnostik und Therapie vor einer medizinisch assistierten Reproduktionsbehandlung, S2k-Leitlinie AWMF 015-085, Version 2.0, DGGG, OEGGG und SGGG, Stand April 2026
- Patientinnen-Leitlinie Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS, ehemals PCOS), AWMF 089-004, Stand 06/2026
- Family Planning: A Global Handbook for Providers, Kapitel Fertility Awareness Methods, WHO und Johns Hopkins CCP, 2022
Verbraucherinformation
- Schwanger werden: Der Eisprung und die fruchtbaren Tage, familienplanung.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), 07.01.2026
- Fruchtbare Tage selbst bestimmen: Methoden, Frauenärzte im Netz (BVF/DGGG), 09.07.2018
- Verhütung mit Methoden der natürlichen Familienplanung, gesundheitsinformation.de, IQWiG, 19.02.2025
Recht und Behörden
- Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte (MDR), Europäisches Parlament und Rat, 2017
- Verordnung (EU) 2017/746 über In-vitro-Diagnostika (IVDR), Europäisches Parlament und Rat, 2017
- Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Artikel 9, Europäisches Parlament und Rat, 2016
- De Novo Classification Request for Natural Cycles (DEN170052), Decision Summary, U.S. Food and Drug Administration, 2018
- Developer of Popular Women's Fertility-Tracking App Settles FTC Allegations that It Misled Consumers About the Disclosure of their Health Data, U.S. Federal Trade Commission, 2021
- DRKS00031801: Ein Vergleich der symptothermalen Zyklusbeobachtung unter Gebrauch eines intravaginalen Temperaturmessers mit der konventionellen Temperaturerfassung, Deutsches Register Klinischer Studien, 2023
Studien zu Zyklus, Apps und Temperatur
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Studien zu Temperatursensoren, Apps und Zykluscomputern
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- van de Roemer N, Haile L, Koch MC: The performance of a fertility tracking device, Eur J Contracept Reprod Health Care 2021, mit Herstellerbeteiligung
- Freundl G, Frank-Herrmann P, Bremme M: Results of an efficacy-finding study with the computer-thermometer Cyclotest 2 plus containing 207 cycles, Adv Contracept 1998
- Freis A et al.: Plausibility of Menstrual Cycle Apps Claiming to Support Conception, Front Public Health 2018
Beipackzettel und Herstellerangaben